

Um unnötiges Tierleid zu vermeiden, ist sehr hilfreich, dass Landwirte ihre Mähtermine rechtzeitig dem Jagdpächter mitteilen und zusammen die Absuche des Feldes organisieren. Die gute Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg!
Als effektive Maßnahme gilt auch das Absuchen der Wiese mit Jagdhunden. Diese vergrämen und vertreiben die Tiere aus den Wiesen bzw. können abgelegte Kitze aufgespürt werden.
Dazu wird im Vorfeld zur eigentlichen Mahd im Randbereich des Feldes ein Streifen gemäht werden. Diese Maßnahme wird von der Rehgeiß oft als Störung wahrgenommen, wodurch sie das Kitz möglicherweise aus der Wiese führt.
An Stöcke moniterte Plastiksäcken, Leintüchern usw. oder akustischen und optischen Signalen zur allgemeinen Wildvergrämung können eingesetzt werden, um Rehgeißen aus der zur Mahd anstehenden Wiese zu vergrämen.
Bei den traditionellen Mähmethoden – zumeist „von außen nach innen“ - werden die Fluchtmöglichkeiten für die Wildtiere eingeschränkt. Eine einfache Änderung der Fahrtechnik beim Mähen ist die entscheidende Maßnahme für aktiven Wildtierschutz. Damit können größere Mähverluste und schmerzhafte Verletzungen bei Wildtieren vermieden werden. Die Änderung eines langjährigen, erprobten Arbeitsvorgangs begegnet jeder meist mit großer Skepsis.
Praxisversuche haben dennoch gezeigt, dass die Mähmethode „von innen nach außen“ durch eingesparte Wendefahrten keinen zeitlichen Mehraufwand bedeuten.
Auch bei der Verwendung von Frontmähwerken wurde bei den Praxistest festgestellt, dass es keine Hürden gibt. Diese Fahrweise – von innen nach außen – gibt den Wildtieren zumeist eine gewisse Chance, durch das noch nicht gemähte Gras den Mähbereich zu verlassen.
Zusätzlich zur richtigen Mährichtung können durch das Anbringung von akustischen Warngeräten am Troktor sowie von mechanischen Vorrichtungen am Mähwerk gute Erfolge zur Verhinderung von Mäßverlusten erzielt werden. Eine mechanische Wildretter-Vorrichtung am Mähwerk funktioniert dabei wie ein Rechen: Sie durchkämmt den angrenzenden Mähstreifen, schreckt dort liegende Rehkitze auf und sorgt so dafür, dass sie bei korrekter Mährichtung nach außen aus der Gefahrenzone flüchten können.
Der Einsatz von Drohnen mit Wärembildgeräte bewährt sich zusehends.
weitere Informationen:
Gerne stehen wir im Büro der Salzburger Jägerschaft für weitere Auskünfte zu diesem Thema bereit. Josef Gimpl 06468/39922-12