Donnerstag, 28. Oktober 2021

Nach den stimmungsvollen Klängen der Jagdhornbläsergruppe Mariapfarr eröffnete BJM Stefan Palffy am 28.10.2021 in St. Michael den diesjährigen Bezirksjägertag der Lungauer Jägerschaft. So ungewöhnlich wie der Zeitpunkt, war auch das Ambiente - nicht die Trophäen des Vorjahres zierten den Festsaal, sondern die Kojen der Covid-Teststation prägten das Bild. Derweilen hätte es nach dem Bericht des Vorsitzenden der Beurteilungskommission, Herrn Wildmeister Franz Gollackner zufolge, zahlreiche interessante und reife Trophäen zu sehen gegeben.

Wenngleich die aktuelle Corna-Lage nichts Gutes verheißt, wünscht sich BJM Stefan Palffy, für den am 27.02.2022 geplanten Bezirksjägertag, diesen wiederum mit einer Hegeschau durchführen zu können. Die gleiche Hoffnung gilt für die Abschussplanung 2022, dass auch diese wiederum mit persönlichen Gesprächen stattfinden kann, damit Abschusspläne wie von BJM Palffy ironisch angemerkt, „nicht mit Facebook Likes ihre Gültigkeit erlangen müssen“. Respekt und Dank sprach er allen Funktionären und Jagdinhabern aus, die in dieser herausfordernden Zeit für die Planung und Umsetzung der jagdlichen Aufgaben sorgten. Große Anstrengungen müssen auch weiter unternommen werden, damit eine möglichst schadensfreie Überwinterung, speziell für Rotwild, in unserem Kulturraum weiterhin möglich ist, gerade mit dem Hintergrund der multiplen Nutzung unserer Heimat und des zur Verfügung stehenden Naturraumes. Speziell im Zederhaustal wurden in der Wintersaison 2020/21 die Grenzen der Belastbarkeit schonungslos aufgezeigt und überschritten. Hierzu wurde am Bezirksjägertag angeregt, dass der nun beim Land Salzburg beschäftigte Koordinator für Freiraumnutzung sich dieser Sache annimmt. Bemerkenswert, dass in der Gemeinde Zederhaus bereits im Jahr 2002 erstmalig die Errichtung eines Habitatschutzgebietes geplant war, jedoch nach Einwand des Alpenvereins und der Naturfreunde bis dato nicht zur Umsetzung gelangte.

Ein weiterer wichtiger Punkt stellt auch die „Nachwuchsarbeit“ dar, die in guten Ansätzen vielleicht vorhanden, aber auch noch viel zu tun ist. Wissen und Verständnis über die Zusammenhänge in der Natur müssen bereits im Kindesalter gelernt werden. Er begrüßt deshalb auch die von LJM-Stv. Gabi Fidler vorgestellte Initiative „Wildtiere auf Achse“, wo auch seitens der Lungauer Jägerschaft ein finanzieller Beitrag geleistet wurde.

Neben Sichtungen und Risse durch den Wolf gab es im Lungau auch ebensolche vom Goldschakal zu verzeichnen, wozu aktuell der Antrag auf einen Abschuss, dieser im Anhang 5 gelisteten Wildart, gestellt wurde. Für eine mögliche Freigabe müssen jedoch Nachweise für ein „gesichertes“ Vorkommen belegt werden. LJM-Stv. Gabi Fidler appellierte deshalb Sichtungen, Videos, Fotos, Risse oder sonstige Goldschakal-Nachweise für diese notwendige Dokumentation des Vorkommen, an das Büro der Salzburger Jägerschaft zu melden. Diese Informationen werden vertraulich behandelt und würden die geforderte Grundlage für eine mögliche Entnahme bieten.

Hinsichtlich der beim Bezirksjägertag gestellten Anfrage zu „Kirrfütterungen“ durfte auf die Präzisierung anlässlich der letzten Jagdgesetznovelle 2019 verwiesen werden. Dabei wurde der Begriff Kirrfütterungen iSd JG näher bestimmt und klar festgehalten, dass die Anlage von Kirrungen verboten ist. Die Jagdbehörde kann unter besonderen Umständen Ausnahmen, wie beispielsweise bei der Auflassung oder Verlegung von Fütterungen, Lenkungsfütterungen (Kirrketten) als Begleitmaßnahme erteilen.

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