

Donnerstag, 20. Juli 2023
Informationsplatt für JägerInnen
In den vergangenen Wochen hat sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter ausgebreitet und mit Kroatien und Bosnien bereits das 22. bzw. 23. europäische Land erreicht. Im Vergleich zum Vormonat (des Berichtszeitraumes) hat sich die Anzahl der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen verdreifacht! Insbesondere das akute Geschehen in mehreren Balkan-Ländern ist in Hinblick auf die aktuelle Urlaubssaison und den intensiven Personenverkehr für Österreich besorgniserregend.
Es wird eindringlich vor der Mitnahme von Schweine- oder Wildschweinefleisch und von diesen Tieren stammenden Produkten aus betroffenen Gebieten (Polen, Kroatien, Litauen, Lettland, Nordmazedonien, Bosnien, Serbien, Rumänien, Griechenland und Italien) gewarnt. Produkte aus privater Erzeugung, die nicht einer amtlichen Kontrolle im Herkunftsland unterzogen wurden, stellen ein großes Risiko für die österreichische Tierpopulation dar! Das ASP-Virus ist extrem lange in der Umwelt überlebensfähig, vor allem in Blut, Fleischprodukten und Kadavern.
Um Ausbrüche in der Wildschweinpopulation frühzeitig zu erkennen, sind österreichweit alle tot aufgefundenen und krankheitsverdächtigen Tiere der Veterinärbehörde zu melden. Zudem spielt die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen eine wesentliche Rolle zur Vorbeugung einer Einschleppung in schweinehaltende Betriebe.
Besondere Vorsicht ist bei Jagdreisen in betroffene Länder geboten! Ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen für Jäger:innen finden Sie hier.
Für allgemeine Informationen, Merkblätter für Reisende und mehrsprachige Plakate für Saisonarbeiter:innen besuchen Sie bitte: KVG.
Für detaillierte Informationen bezüglich der Maßnahmen und Rechtsgrundlagen in Österreich besuchen Sie bitte: ASP-Details.
Einen ausgezeichneten Überblick der Tierseuchenlage gibt das: Tierseuchenradar.