Pongauer Bezirksjägertag 2026

„Jagd funktioniert dort gut, wo viele gemeinsam Verantwortung übernehmen“, unterstrich Bezirksjägermeister-Stv. Kathrin Motz anlässlich des heurigen Pongauer Bezirksjägertags.

Der diesjährige Pongauer Bezirksjägertag wurde feierlich von den Fritztaler Jagdhornbläsern eröffnet. Überdies brachte die Veranstaltung eine Premiere mit sich: Mit FM Dipl.-Ing. Kathrin Motz lag die Leitung erstmalig bei einem Bezirksjägertag in Frauenhand.  Die Bezirksjägermeister-Stellvertreterin konnte zahlreiche Ehrengäste sowie Jägerinnen  und Jäger begrüßen.
In ihrem Bericht blickte Kathrin Motz auf ein erfolgreiches Jagdjahr 2025 zurück, wenngleich auch manche Herausforderungen gemeistert werden mussten. Die Abschussvorgaben wurden in den meisten Revieren erfüllt. Vor allem beim Rotwild bedarf es weiterhin entsprechender Maßnahmen. Unter anderem muss das verstärkte Bestoßen von Almflächen mit Weidetieren und das daraus resultierende geringere Äsungsangebot dabei berücksichtigt werden. Das Gamswild ist auch im Pongau stark von der Klimaerwärmung, der Lebensraumveränderung und dem Tourismus geprägt. Fälle von Räude dagegen traten nur vereinzelt auf. Im Hinblick auf das Rehwild wünscht sich Kathrin Motz künftig eine höhere Anzahl an reifen Böcken. Die Jagdgesetznovelle mit Änderungen zur Nachtzieltechnik sieht die Bezirksjägermeister-Stellvertreterin kritisch. Sie appellierte an ein hohes Maß an Selbstdisziplin aller Jägerinnen und Jäger sowie an die wichtige Rolle der Jagdschutzorgane.

Insgesamt zeigte die Pongauer Hegeschau mit 2.266 Trophäen wiederum ein beeindruckendes Bild. Der Vorsitzende der Beurteilungskommission Ofö. Robert Schilcher berichtete über eine hohe Qualität sowie gute Altersstruktur beim Rotwild. Eine hochwertige Altersstruktur ließ sich auch beim Gamswild verzeichnen. Beim Rehwild zeigte sich der Altersschnitt hingegen nicht so gut. Robert Schilcher schilderte jedoch eine erfreuliche Abschussstruktur.

Generell komme es immer wieder vor, dass Hirsche der Klassen 1 und 2 ohne Oberkiefer vorgelegt werden. Zudem sei auf eine ordnungsgemäße Trophäenbehandlung zu achten.

Die Abgeordnete zum Nationalrat Carina Reiter sowie BBK-Obmann Josef Höller unterstrichen die enge Verbundenheit zwischen Landnutzung und Jagd. Die Freizeitwirtschaft sowie fehlendes Wissen der Bevölkerung sorgen überdies für Herausforderungen. Umso wichtiger sei eine gute Zusammenarbeit und ein stetiger Dialog.

Zu großer Verantwortung und Respekt forderte auch Landesjägermeister Max Mayr Melnhof auf. Herausforderungen wie wachsende Schwarzwild- und Raubwildbestände, der Einsatz von Nachtzielgeräten sowie die Afrikanische Schweinepest stellen die Jägerschaft vor neue Aufgaben.

Einer dieser Aufgaben haben sich bereits fünf Hundeführer angenommen. Janine Schnitzhofer, Obmann-Stellvertreterin des Jagdgebrauchshundeklubs, berichtete über fünf Hundegespanne die vergangenen Mai mit der Ausbildung zum ASP-Kadaversuchhund begonnen haben. Kürzlich konnten vier Gespanne die Prüfung erfolgreich ablegen.

Ehrungen verdienstvoller Mitglieder

Der Bezirksjägertag bot auch heuer einen würdigen Rahmen für die Ehrungen verdienstvoller Mitglieder. So wurde der Ehrenbruch in Bronze als Zeichen des Dankes an Andreas Gruber sen. und Andreas Gruber jun. überreicht.

Mit dem Ehrenbruch in Silber konnte OJ Anton Wintersteller für seine vorbildliche Gamsbewirtschaftung im Tennengebirge und sein Wirken in der Bewertungs- und Prüfungskommission herzlich gedankt werden.

Für seine Tätigkeit als Leiter der Wildregion 5.3, sein Wirken in der Bewertungs- und Prüfungskommission sowie in der Steinwildhegegemeinschaft Blühnbach-Hagengebirge-Steinernes Meer wurde OJ Daniel Zierfuss mit dem Ehrenbruch in Gold ein besonderer Dank ausgesprochen. Eine Auszeichnung für seine 60-jährige Zugehörigkeit erging an Franz Griessmayer. OJ Rupert Lengauer wurde vom Jagdgebrauchshundeklub Salzburg eine Auszeichnung zur bestandenen Hauptprüfung überreicht. Über das Klubehrenabzeichen des Jagdgebrauchshundeklubs Salzburg in Gold durfte sich GF DI Josef Erber freuen.

  • Als Dank für besondere Verdienste um das Jagdwesen wurden Ehrenbrüche in Bronze, Silber und Gold vergeben. Im Bild v. l. LJM Max Mayr Melnhof, GF Josef Mairhofer, OJ Anton Wintersteller (Silber), Andreas Gruber jun. (Bronze), Andreas Gruber sen. (Bronze), Daniel Zierfuss (Gold) und FM Dipl.-Ing. Kathrin Motz.

  • Franz Griessmayer wurde für seine 60-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.

  • OJ Rupert Lengauer erhielt vom Jagdgebrauchshundeklub Salzburg eine Auszeichnung zur bestandenen Hauptprüfung.

  • An GF DI Josef Erber wurde das Klubehrenabzeichen des Jagdgebrauchshundeklubs Salzburg in Gold übergeben.

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