

Mit den traditionellen Klängen des Ersten Salzburger Jägerchors sowie dem Jagdhornbläserensemble Dorfbeuern wurde der 79. Bezirksjägertag der Flachgauer Jägerschaft in Köstendorf eröffnet. Die Köstendorfer Jägerschaft sorgte erneut für einen würdigen und stimmungsvollen Rahmen der Hegeschau, wozu herzlich gedankt werden durfte. Wie Bürgermeister Wolfgang Wagner in seinen Grußworten betonte, soll der Festsaal in den kommenden zwei Jahren saniert werden. Heuer musste er bei der Strombereitstellung noch persönlich mit anpacken.
Frau Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek gab einen Überblick über die zahlreichen Themen wie Monitoring der Wildbestände, Fischotter, Biber, Wolf, Nachtzieltechnik, Gänsesäger, Wachtel und Naturschutz, welche auch in der jüngsten Jagdgesetznovelle sowie kürzlich in Kraft getretenen Verordnungen umgesetzt wurden. Sie ersuchte weiterhin um eine gewissenhafte Umsetzung der zahlreichen Aufgaben und dankte für die erbrachten Leistungen.
Bezirksjägermeister Robert Brunnauer zog in seinem Bericht ein Resümee über das vergangene Jagdjahr, in dem erneut kleinere und größere Problemstellungen zu bewältigen waren.
Im Zusammenhang mit der Vogelabschussplanverordnung wies er darauf hin, dass für eine Freigabe von Rabenvögeln die Schäden durch die Grundeigentümer umfassend zu dokumentieren sind. Diese Unterlagen müssen bei der Abschussplanbesprechung vorgelegt und in der Niederschrift entsprechend festgehalten werden.
Weiters berichtete er, dass mit der jüngsten Jagdgesetznovelle die Schusszeit für Rabenvögel sowie für Kormorane und Graureiher neu geregelt wurde. Diese können nun im Rahmen der jeweils festgelegten Schusszeiten und des vorgesehenen Abschusskontingents über das Kalenderjahr hinweg erlegt werden.
Über die Niederwildstrecken informierte Alois Lauterbacher. Dabei zeigte er sich über die große Zahl an Jägerinnen und Jägern erfreut, denen es gelungen ist, das „Niederwildabzeichen“ zu erwerben. Oberförster Georg Huber musste als Vorsitzender der Beurteilungskommission leider erneut bei einzelnen Personen die Behandlung der Trophäen bemängeln und mahnte zu einer gewissenhaften sowie nachhaltigen Bejagung des Gamswildes.
Ein besonderer Dank wurde von Michael Schmidhuber, Obmann der Bezirksbauernkammer, für die gute Zusammenarbeit ausgesprochen. Dabei hob er insbesondere die engagierten Bemühungen zur Bejagung der Graugänse sowie des Schwarzwildes hervor.
Landesjägermeister Max Mayr Melnhof dankte zu Beginn seiner Rede den neu gewählten Delegierten für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Funktion zu übernehmen und ersuchte sie, die damit verbundene ehrenvolle Aufgabe gewissenhaft und mit vollem Engagement auszuüben.
Für ihr bereits geleistetes großes Engagement in ihren Revieren und Verdienste um das Jagdwesen durften v. l. Josef Reichl, Josef Mühlbacher, Jakob Kroissl, Dr. Isidor Giglmayr, Wolfgang Eibl, Georg Bachler, Martin Holzapfel und Johann Kaserer mit dem Ehrenbruch in Bronze ausgezeichnet werden.
Als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für ihre herausragenden Verdienste um das Jagdwesen im Flachgau wurden BJM Robert Brunnauer, Herbert Moßhammer und Paul Kaiser mit dem Ehrenbruch in Silber geehrt.
Um den großen Einsatz der Jagdhornbläser zu würdigen, durften Peter Scharl für seine 50-jährige, Anna Eder für ihre 10-jährige sowie Gottfried Riefler für seine 40-jährige Zugehörigkeit zu ihren Jagdhornbläsergruppen geehrt werden.
Für ihre 60-jährige Mitgliedschaft bei der Salzburger Jägerschaft durfte Josef Neumayr, Martin Gastager, Peter Enzesberger und Franz Brandauer aufrichtig gedankt werden.