

Der Turnsaal der Volksschule Kuchl bildete erneut einen feierlichen Rahmen für die Hegeschau sowie den Bezirksjägertag der Tennengauer Jägerschaft. Ein besonderer Dank galt dabei Bürgermeister Dr. Thomas Freylinger. In ihren Grußworten dankte Bezirkshauptfrau Mag. Dr. Monika Vogl für die konstruktive Zusammenarbeit, die durch den Beginn der neuen Jagdpachtperiode geprägt wurde. Nur durch eine enge Kooperation zwischen Jagd und Grundeigentum können die aktuellen Herausforderungen gemeistert werden – ein Anliegen, das auch Bezirksbauernkammer-Obmann Ing. Florian Brunauer weiterhin betonte.
BJM Rupert Schnöll freute sich über den gut besuchten Bezirksjägertag und sprach seinen Dank für die gute Abschusserfüllung im vergangenen Jagdjahr aus. Er hob hervor, dass diese auch in Zukunft fortgeführt werden müsse, da insbesondere beim Rotwild ein weiterer Anstieg der Bestände zu verzeichnen sei. Aufgrund dieser Entwicklung wurden die Vorgaben der Abschussplanverordnung 2025–27 um 8,8 % angehoben. Dies bedeutet, dass die Zahl der Hirsche der Klasse III sowie der Tiere und Kälber von bisher 194 auf 211 Stück erhöht wurde.
Beim Gamswild mussten zuletzt leider wieder Fälle von Gamsräude verzeichnet werden. Bei Abschüssen ist auf eine gewissenhafte Ansprache zu achten, und eine Überschreitung der Zahl und Klasse wird künftig strenger geahndet. Die Bejagung des Rehwildes gestaltete sich im vergangenen Jahr schwieriger und auch die Trophäenqualität ging zurück. Trotz großen Einsatzes zur Kitzrettung sind beim Rehwild nach wie vor hohe Fallwildverluste zu verzeichnen. Bei der Abschussfreigabe von Rabenvögeln sind die Schäden zu dokumentieren, wozu an die Grundeigentümer neuerlich appelliert wurde.
LJM-Stv. Mag. Gabi Fidler vertrat LJM Max Mayr Melnhof, der zeitlgleich am Bezirksjägertag im Lungau teilnahm, und berichtete über aktuelle Themen der Landesjägerschaft, sowie den Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene. Ihr Vortrag kann hier im Detail abgefragt werden.
Der Bezirksjägertag bietet auch die Gelegenheit, langjährigen und verdienten Persönlichkeiten Dank auszusprechen und besondere Ehrungen vorzunehmen. Fast 25 Jahre lang führte Hegemeister Rupert Winkler mit großem Engagement und unermüdlichem Einsatz die Wildregion 10.2 (Taugl-Mörtlbach-Wiesbachtal). Als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen wurde ihm der Ehrenbruch in Gold verliehen. Als sein Nachfolger wurde Andreas Spitzelseder bestellt, dem herzlich für seine Bereitschaft gedankt wurde.
Für ihre langjährige und umsichtige Tätigkeit als Jagdleiter erhielten Josef Klappacher, Georg Brandauer und Albert Lanner sowie OJ Matthias Essl für seine umsichtige Gamswildhege den Ehrenbruch in Silber.
Josef Moisl, Josef Schnitzhofer, Johann Schwarzenbacher und Ernst Quehenberger wurden mit dem Ehrenbruch in Bronze für ihre besonderen Verdienste in der GJ Abtenau ausgezeichnet.
Ein herzlicher Dank durfte auch allen HundeführerInnen ausgesprochen werden, insbesondere Nikolaus Malter, Matthias Johann Ramsauer sowie Roman Gratzer zur bestandenen Gebrauchsprüfung.