An einem ungewöhnlichen Termin und ohne Hegeschau hielt die Pongauer Jägerschaft am 07.09.2021 ihren 74. Bezirksjägertag im Kultur- und Kongresszentrum am Dom in St. Johann i. P. ab. Exakt 130 JägerInnen und Jäger sowie zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung und ihnen wurde ein umfangreiches sowie informatives Programm geboten, welches die Werfenwenger Jagdhornbläser musikalisch umrahmten. In seinem Tätigkeitsbericht hob BJM Johann Sulzberger die pandemiebedingten Herausforderungen zur Erlassung der Abschussplanungen sowie die Tätigkeit der Bewertungskommission in dieser Zeit hervor. Durch die Umwandlung der Gamswildfreizonen in –randzonen liegen nun für sämtliche Jagdreviere im Pongau konkrete Abschussfreigaben für diese Wildart vor. Die Rotwildbestände stiegen laut Fütterungszählungen und Quantifizierung der „Selbstversorger“ in der laufen Jagdpachtperiode von 4.067 auf zuletzt 4.780 Stück an. Bei der Festlegung der Mindestabschussplanverordnung 2022-24 mussten deshalb die Abschussvorgabe beim Rotwild zur Erreichung ausgeglichener Wald-Wild-Verhältnisse erhöht werden. Nun gilt es diese konsequent und zeitgerecht umzusetzen. Zur weiterhin möglichen Freigabe von Auer- und Birkwild, im Rahmen der Ausnahmeregelung, appellierte der Bezirksjägermeister wiederholt, für eine gewissenhafte Zählung der Vorkommen zu sorgen. Illegale Kirrfütterungen sind zu unterlassen und auch der Einsatz von Nachtzielhilfen bleibt weiterhin verboten.

In seiner Funktion als Vorsitzender der Beurteilungskommission brachte Ofö. Robert Schilcher die Ergebnisse der diesjährigen Bewertung zum Besten und dankte allen Mitwirkenden für die professionelle Abwicklung. Die Hegeschau konnte aufgrund der Covid-19 Maßnahmen bekanntlich nicht stattfinden, wonach die Abschüsse für 2020 nur mit Zahlen dargeboten werden konnten.

Wechsel Bezirksforstinspektion

Mit 1. April 2021 trat DI Thomas Steinmüller die Nachfolge von DI Franz Hoffmann als Bezirksforstinspektor an und übernahm damit gemeinsam mit Ing. Johannes Rieder auch die jagdlichen Agenden im Pongau. Herrn DI Franz Hoffmann, der seinen wohlverdienten Ruhestand antrat, durfte herzlich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit gedankt und in einem kurzen Rückblick einige „Highlights“ seiner Tätigkeit in Erinnerung gerufen werden.

Sein fundiertes Wissen über die Biologie und Ernährungsphysiologie des Rehwildes gab Univ. Doz. Dr. Armin Deutz zum Besten und musste in seinem brillanten Fachvortrag leider auch zahlreiche Beispiele von falsch verstandener Rehwildhege aus der Praxis zeigen. „Gut gemeint, muss nicht immer gut sein“ und deshalb gilt es zur artgerechten Fütterung des Rehwildes wichtige Punkte zu beachten und diese auch konsequent einzuhalten. Die beste Alternative für eine nicht artgerechte und unregelmäßige Fütterung ist Rehwild nicht zu füttern.

LJM Max Mayr Melnhof ging in seinen Ausführungen auf die Biodiversitätsstrategie 2030 ein, wonach die Einschränkungen infolge von Stilllegungsflächen auch die Jagd betreffen werden. Sollte die Verordnung zum Abschuss eines Wolfes in den drei Wildregionen 2.1 (Kaprun-Fusch), 2.2 (Rauris) und 2.3 (Gastein West schlagend werden, appelliert er an die Jagdausübungsberechtigten, diese Anordnung auch entsprechend umzusetzen. Für die bei einem möglichen Wolfsabschuss zu erwartenden Presseanfragen wird eine professionelle Unterstützung seitens der Landesjägerschaft angeboten bzw. empfohlen. Weiters berichtete er, dass die Bildungsinitiative „Wildtiere auf Achse“ nun anlief und der Wildtieranhänger durch die Lande tourt.

Im Rahmen des Bezirksjägertages durfte Herrn Ofö. Helmut Präsoll, Herrn Ludwig Unterdorfer und Herrn Hubert Schnell zur 60ig jährigen sowie Herrn Johann Huber zur 70ig jährigen Mitgliedschaft bei der Salzburger Jägerschaft gratuliert und herzlich gedankt werden.

  • LJM Max Mayr Melnhof, GF Josef Mairhofer und BJM Johann Sulzberger ehrten die langjährigen Mitglieder.

  • Spannende Informationen Rund um´s Rehwild bot Univ. Doz. Armin Deutz

  • Danksagung an DI Franz Hoffmann

  • Für ihren 10-jährigen Einsatz bei der Werfenwenger Jagdhornbläsergruppe wurde Herrn Stefan Astner sowie Herrn Thomas Gschwandtner herzlich gedankt.

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