

Die Pongauer Jägerschaft, mit ihren 305 Revieren und 2.814 Jägerinnen und Jäger, zog eine erfreuliche Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr 2023. Die Benützung der Kulturlandschaft, in der wir alle Leben, stellt die Erfüllung vom gesetzlichen Auftrag vor neue Herausforderungen.
Wenngleich mit einem Rekordabschuss von 3.326 Stück beim Rehwild, die bisher größte Strecke dieser Wildart im letzten Jagdjahr erzielt werden konnte, stellt emotional das Rotwild die prägende Wildart in diesem Bezirk dar.
Die Rotwildbestände im Pongau liegen in vielen Wildregionen auf einem hohen Niveau, wodurch auch weiterhin für einen adäquaten Abschuss Sorge zu tragen ist, um Verbisschäden in Schutz- und Bannwälder hintanzuhalten. Die Details und künftige Vorgaben werden bei der diesjährigen Festlegung der Abschussplanverordnung für die Jahre 2025 bis 2027 mit Vertretern der Grundeigentümer, der Behörden, der Jägerschaft sowie Hegegemeinschaften besprochen und verhandelt.
Die Vorgaben der Abschussplanverordnung beim Rotwild im Jahr 2023 konnte mit 1.831 Stück im Pongau zu 107 % erfüllt iwerden. Die Gamswildabschüsse lagen im Vergleich zu den Vorjahren mit 597 Stück bei einem mittleren Wert.
Im Pongau, respektive im Blühnbachtal, ist die älteste Steinwildkolonie Österreichs beheimatet, die ihr 100-jähriges Jubiläum feiern darf. In Hüttschlag wurden vergangenes Jahr zehn Stück Steinwild freigelassen und es soll mit einer weiteren Ansiedlung von elf Stück 2024 eine weitere Kolonie bzw. eine Verbindung der Steinwildvorkommen der Hohen Tauern mit den Radstädter Tauern geschaffen werden.
Mit dem Schwarzwild zieht eine weitere Wildart in den Pongau ein. Es wurden heuer bereits vier Stück erlegt. Zur Verhinderung von landwirtschaftlichen Schäden, insbesondere auf Almen, ist eine Bejagung des Schwarzwildes erforderlich.
Mit dem diesjährigen Bezirksjägertag wird auch ein Wechsel in der Pongauer Jägerschaft vollzogen. DI Hannes Üblagger geht in den Ruhestand. Als langjähriger Bezirksjägermeister-Stellvertreter und Vorstandsmitglied der Salzburger Jägerschaft war er ein Mitgestalter, der immer auf Augenhöhe aggierte.
Ihm folgt mit sofortiger Wirkung als Bezirksjägermeister-Stellvertreterin Frau DI Kathrin Motz nach. Wir wünschen ihr für die kommenden Aufgaben viel Erfolg.