Aus bekannten Gründen konnte auch der Pinzgauer Bezirksjägertag im Frühjahr nicht stattfinden und wurde nun am 10.09.2021 in Hotel Gasthof Schörhof in Saalfelden abgehalten. Das jagdliche Brauchtum kam während der Pandemie zu kurz und auch die Hegeschau konnte leider nicht stattfinden. Die Freude den Bezirksjägertag unter musikalischer Darbietung der Pinzgauer Jagdhornbläser nun endlich abhalten zu können war demnach groß und Bezirksjägermeister Walter Herbst durfte 141 Jägerinnen und Jäger herzlich begrüßen.

Er konnte berichten, dass die Bewertung dank der guten Organisation durch Geschäftsführerin Frau Christine Zandl und Herrn Hegemeister-Stv. Sepp Hörl vorbildlich durchführt und damit die Basis für die Abschussplanung 2021 gelegt werden konnte. Großer Dank wurde dazu den Hegemeistern, den Leitern der Wildregionen und den Ausschussmitgliedern ausgesprochen sowie der Bezirksbauernkammer Pinzgau gedankt, wo diesjährig die Abschusspläne zentral erlassen wurden. Bei den Besprechungen zur Erarbeitung der Mindestabschussplanverordnung für 2022 bis 2024 konnte mit dem Amt der Salzburger Landesregierung einvernehmliche Ergebnisse erzielt und die Vorgaben für jede Wildregion entsprechend angepasst werden. Leider mussten für den Pinzgau in den letzten Jahren zu den allgemeinen Vorgaben zahlreiche Abschussanordnungen nach § 90 (JG 93) getroffen werden. Bezirksjägermeister Herbst hofft, dass diese Zahl künftig zurückgeht und appelliert deshalb für eine umfassende und rechtzeitige Abschusserfüllung unter strenger Einhaltung der Grünvorlage zu sorgen.

Die detaillierten Ergebnisse der Bewertung sowie die Abschusserfüllung 2020 wurden in den Jagdzeitschriften bereits publiziert, weshalb der Vorsitzende der Bewertungskommission Herr Ing. Josef Zandl, nur eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse gab. Insgesamt liegt im Pinzgau ein hohes Bewusstsein für eine strukturgerechte Bejagung vor, die durch das Salzburger Jagdgesetz 1993 mit großer Eigenverantwortung umgesetzt werden kann.

Landesjägermeister Max Mayr Melnhof brachte klar zum Ausdruck, dass dem Bezirksjägertag ohne Hegeschau ein wesentlicher Rahmen fehlt. Wenngleich Bewertungen und Auszeichnungen von Trophäen manchmal kritisch gesehen werden, geben diese doch ein sichtbares Zeichen von guten Revieren und sollen dem Erleger Freude bereiten.

Dem Vorhaben mehr Akzente in der Öffentlichkeitsarbeit zu setzen, wurde nun mit „Wildtiere auf Achse“ in die Tat umgesetzt. Kinder und Jugendlichen wird damit mehr Wissen über heimische Wildtiere und Zusammenhänge in der Natur vermittelt. Dadurch soll größeres Bewusstsein und Verständnis für die Wildtiere und dessen Lebensraum geweckt werden. Es wurden nach dem Zertifikatslehrgang des Bundes dazu auch Jagdpädagog:innen ausgebildet. Die Kosten wurden und werden durch Sponsoren getragen, aber auch die Salzburger Jägerschaft hat dazu ein größeres Budget bereitgestellt.

Große Sorge bereitet Landesjägermeister Mayr Melnhof die Biodiversitätsstrategie 2030, wonach es durch Außernutzungstellung von Flächen auch zu Einschränkungen der Jagd kommen wird. Bei einer Ultima Ratio-Jagd würde es demnach nur mehr um einen stückzahlmäßigen Schalenwildabschuss gehen.

Zentrales Thema am Bezirksjägertag war der Wolf. Ein illegales Handeln wird entschieden abgelehnt, doch sollte gemäß der aktuellen Verordnung ein Wolfabschuss frei gegeben werden, appelliert LJM Max Mayr Melnhof diesen durchzuführen und damit den betroffenen Bauern zu helfen. Die Kommunikation mit Medien sollte folglich über die Salzburger Jägerschaft laufen, zumal mit großer medialer Aufmerksamkeit gerechnet werden muss.

Ing. Mag. Hubert Lohfeyer dankte LJM Mayr Melnhof für die klaren Worte zum Thema Wolf und der Pinzgauer Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit. In Hinblick auf die intensive Tourismus- und Freizeitnutzung braucht es für den Pinzgau gemeinsame Lösungen zur Lenkung und Kanalisierung, die weiter voranzutreiben ist.

Der Projektkoordinator der Initiative „Respektiere deine Grenzen“,  Revierjäger Christoph Burgstaller, berichtet über die bisherigen Aktivitäten dazu. Er musste jedoch zuletzt eine Flugübung des Österreichischen Bundesheeres beobachten, durch die Rot- und Gamswild sowie Rinder in Panik versetzt wurden. Er ersuchte, dass dazu dringend Gespräche mit den dafür Verantwortlichen geführt werden, um derartige Ereignisse künftig zu verhindern.

Ehrungen:

Für ihre Verdienste um das Jagdwesen im Pinzgau durften folgenden Personen gedankt und als Zeichen dazu ein Ehrenbruch überreicht werden. Wildmeister Anton Leder in Gold, Oberjäger Gerhard Schaffer, Revierjäger Christoph Burgstaller und Bildberichterstatter Franz Mayr in Silber sowie Herrn Peter Hofer, Herrn Alois Hofer und Josef Gandler in Bronze. Ebenso durfte den Hundeführern OJ Gerhard Schaffer, BJ David Pichler und BJ Andreas Pfister zur erfolgreich abgelegten Hauptprüfung gratuliert werden.

  • Pinzgauer Jagdhornbläser sorgten für die musikalische Umrahmung

  • Bezirksjägermeister Walter Herbst lud zum 74. Bezirksjägertag

  • Landesjägermeister Max Mayr Melnhof sprach gewohnt klare Worte

  • Auszeichnungen und Ehrungen am Bezirksjägertag

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