Mit knapp 600 Jägerinnen und Jägern war der große Saal im Congress Saalfelden anlässlich des 78. Bezirksjägertages der Pinzgauer Jägerschaft, sowie bei der Abendveranstaltung zum Thema ‚Wolf in Salzburg – Rückblick – Ausblick‘ gut gefüllt.

Die Pinzgauer Jäger hielten in Saalfelden Rückblick auf das vergangene Jagdjahr und richteten einen umfassenden Blick auf  künftige Herausforderungen. Die Hegeschau und der Bezirksjägertag werden auch von der Bevölkerung mit großem Interesse verfolgt, wie Bürgermeister Erich Rohrmoser in seinen Grußworten betont. Die Leistungen der Jägerschaft finden hohe Anerkennung, insbesondere ihr Engagement für den Erhalt von Wildtierlebensräumen. Dabei ist auch der Respekt von Natur- und Freizeitnutzern von großer Bedeutung, um Ruhezonen zu bewahren. Oberst Ing. Gilbert Hammerle überbrachte die besten Grüße des Österreichischen Bundesheeres und sprach seinen Dank für die gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Jägerschaft, bei der Durchführung von Geländeübungen, aus.

Mit 3.322 Trophäen bietet die Pinzgauer Hegeschau ein imposantes Bild. Zum Gelingen tragen viele Helfer bei, wofür BJM Walter Herbst herzlich dankte. Die Bejagung des Gams- und Steinwildes stellt nicht zuletzt aufgrund klimatischer Veränderungen sowie des zunehmenden Lebensraumverlusts künftig eine große Herausforderung dar und erfordert deshalb große Verantwortung und Rücksichtnahme.

Sehr kritisch sieht er die Möglichkeit zur Verwendung von Nachtzieloptik. Der Einsatz von Nachtzieloptik ist im Bundesland Salzburg verboten und hat bei einer weidgerechten Ausübung der Jagd nichts verloren.

Die Abschusserfüllung beim Rotwild konnte dank der großen Bemühungen der Jagdausübungsberechtigten im letzten Jagdjahr laut Abschussplanverordnung zu 105 % erfüllt werden. Der Wildbestand muss an die Lebensraumsituation angepasst werden, damit ein Miteinander zwischen Forst und Jagd gelingt. Beim Rotwild stellt die Fütterung ein wichtiges Instrument zur Vermeidung von Wildschäden dar, wozu allen Betreibern ein aufrichtiger Dank ausgesprochen wurde. Er appelliert an die Umsetzung der Fischotterverordnung, wonach auch im Pinzgau in einigen Wildregionen an Fließgewässern, an ausgewählten stehenden Gewässern sowie in der Freizone im Bereich der Saalach, Fischotter zum Fang sowie Abschuss freigegeben wurden.

Mit Beginn der neuen Jagdpachtperiode 2025 bis 2033 müssen die künftigen Jagdinhaber der Jagdbehörde gemeldet, sowie die Bestellung von Jagdschutzorganen beantragt werden. In seinem Bericht ging Dipl.-Ing. Manfred Pongruber auf die Rechte und Befugnisse der Jagdschutzorgane ein und erläuterte aufgrund der zahlreichen Jagdgebiete (im Pinzgau sind 650 Jagdgebiete festgelegt) die zeitliche Abfolge der Bestellung sowie Ausfolgung der Dienstausweise für Jagdschutzorgane.

Brillant wie in den letzten Jahrzehnten präsentierte BJM-Stv. Ing. Josef Zandl als Vorsitzender der Beurteilungskommission den Bericht der Hegeschau, sowie die Ergebnisse der letztjährigen Abschusserfüllung. Eindrucksvoll werden dazu in Zeitreihen die Entwicklungen der Abschüsse getrennt nach Wildarten und Klassen dargelegt und können somit die Trends abgelesen werden. Sowohl beim Gams- auch beim Rotwild konnten die letztjährigen Vorgaben der Abschussplanverordnung in vielen Wildräumen und Wildregionen vorbildlich umgesetzt werden. Beeindruckend sind immer auch die Zahl an alten und reifen Stücken, welche auf eine nachhaltige von verantwortungsbewusste Jagdausübung schließen lassen. Nach 27 Jahren verdienstvoller und aufgrund der Aufgabe nicht immer einfachen Umsetzung, überträgt er den Vorsitz der Beurteilungskommission an RJ Christoph Burgstaller, der sich dazu bereiterklärt hatte.

Folien zum Bericht der Beurteilungskommission von BJM-Stv. Ing Josef Zandl

 

Sprachgewandt und pointiert berichtete LJM Max Mayr Melnhof über seine letztjährige Präsidentschaft bei Jagd Österreich, wo zur Umsetzung der zunehmenden Aufgaben zur Vertretung der Jagd nun die Österreichische Wildtierstiftung ins Leben gerufen wurde. Sein umfassender Bericht kann hier abgefragt werden.

Ehrenbruch in Bronze

Anlässlich des Bezirksjägertags wurden jene Jäger besonders geehrt, die durch ihren herausragenden Einsatz einen bedeutenden Beitrag zum Jagdwesen im Pinzgau geleistet haben. Als Dank und Anerkennung für ihre Leistungen erhielten von links Herr Peter Hofer, Herr Johann Leitinger, Herr Josef Brunner, Herr Franz Rier, Herr Dipl.-Ing. Christoph Herzog, Herr Roman Auernigg, Herr Johann Wimmer sowie, nicht auf dem Bild, Herr Jakob Friedl, Herr Josef Haitzmann und Herr Sebastian Weißbacher den Ehrenbruch in Bronze

  • Verleihung Ehrenbruch in Bronze

Ehrenbruch in Silber

Der Dank und die Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Leistungen wurde durch die Verleihung des Ehrenbruchs in Silber an Herrn HM Walter Hartl, Herrn HM Nikolaus Kerer, Herrn FD DI Thomas Zanker, Herrn Johann Speicher sowie Herrn Med.-Rat Dr. Walter Bogenssperger zu Ausdruck gebracht.

 

  • Anerkennung und Verleihung Ehrenbruch in Silber

Ehrenbruch in Gold

Für seinen 27 jährigen Einsatz als Leiter der Beurteilungskommission, als Stellvertretender Bezirksjägermeister sowie weit über die Landesgrenzen bekanntes Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis durfte BJM-Stv. Ing. Josef Zandl mit dem Ehrenbruch in Gold ausgezeichnet und gedankt werden.

  • BJM-Stv. Ing. Josef Zandl Verleihung Ehrenbruch in Gold

Ehrung Jagdhornbläser und Hundeführer

  • Anerkennung 20 Jahre Jagdhornbläser Siegfried Herzog

  • Anerkennung Jagdhundeführer

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