

Bei herrlichem Sonnenschein und unter strikter Einhaltung der vorgegebenen Covid-Regeln konnte der Bezirksjägertag in der Festhalle St. Michael am 27.02.2022 abgehalten werden.
Der nach 15-jähriger Tätigkeit scheidende Bezirksjägermeister Stefan Palffy konnte zu Beginn eine Reihe von Ehrengästen begrüßen unter anderem LAbg. Landesparteiobfrau Marlene Svazek, LAbg. Bgm. Ing. Manfred Sampl, Landesjägermeister Max Mayr Melnhof, Landesjägermeister-Stellvertreterin Mag. Gabi Fidler, Vorstandsmitglied der Salzburger Jägerschaft und Obmann des Waldverbandes Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, stellvertretend für die Bezirkshauptfrau Dr. Michaela Rohrmoser den Leiter der Bezirksforstinspektion DDI Sebastian Lipp sowie Amtstierarzt Hofrat Dr. Friedrich Tockner, Forstdirektor DI Franz Lanschützer, Bezirksbauernkammerobmann Johann Schitter, Kammersekretär Bgm. LWR DI Andreas Kaiser, aus Lessach Bürgermeister Peter Perner, Bezirksjägermeister Johann Kendlbacher aus Murau, den Präsidenten der Landarbeiterkammer Johann König, in Vertretung für Bezirkspolizeikommandanten Major Felix Gautsch den Chefinspektor Siegfried Aigner, die Obfrau des Jagdschutzvereins Lungau SarahSchwarz, Walter Gratz für den Jagdgebrauchshundeclub Salzburg sowie den Obmann des Jäger- und Schützenvereins Mauterndorf Kurt Pritz begrüßen. Ebenso herzlich gegrüßt durften die Hegemeister und Leiter der Wildregionen, die Mitglieder des Bezirksjagdrates sowie die zahlreich am Bezirksjägertag teilnehmenden Lungauer Jäger:innen werden.
Festlich umrahmt wurde der Bezirksjägertag von der Jagdhornbläsergruppe Ramingstein – Thomatal.
Die zahlreichen Grußworte der Ehrengäste enthielten vor allem eines: ein großes Dankeschön von Herzen an Stefan Palffy für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit um und für das Jagdwesen im Lungau. Vor allem seine ruhige und pointierte Art zeichnen den Weidmann aus. Er führte die Lungauer Jägerschaft drei Perioden lang umsichtig und mit Weitblick, erkannte stets die anzupackenden Herausforderungen. So ordnete er einen Gamszähltag an, um die Gamswildpopulationen im Lungau in einer guten Altersstruktur zu erhalten, damit diese Wildart eben nicht so wie in Deutschland bereits geschehen, auf die Vorwarnliste der bedrohten Tierarten kommt. Seine Sachlichkeit bei Diskussionen rund um Jagdgesetznovellen, Wildfütterungen oder Abschussplanbesprechungen wurde stets von allen geschätzt. Mit seiner Auffassung zur Ausübung seiner Tätigkeiten als Bezirksjägermeister ist es ihm gelungen, sowohl die behördliche Zusammenarbeit als auch die Zusammenarbeit mit den Grundbesitzer und -vertretern auf eine wertvolle Art und Weise zu steigern. Die Grundvoraussetzung für dieses „pro bono“ Amt hat er gelebt und sieht es als Respekt gegenüber allen Jäger:innen an, es mit bestem Wissen und Gewissen erfüllt zu haben. Die Salzburger Jägerschaft bedankt sich stellvertretend bei Stefan Palffy, Bezirksjägermeister a.D., für sein Wirken der vergangenen 15 Jahre.
Der Bericht der Bewertungskommissionen Rotwild, Gamswild und Rehwild entfiel im Großen und Ganzen gut und zufriedenstellend aus, bis auf ein paar Anregungen des Vorsitzenden der Gamswildkommission. Bei Trophäen sollte nach wie vor die Ehrlichkeit gelten. Es ist erkannt worden, kann jedoch nicht bewiesen werden, dass Gamswildschläuche nicht mit den Stirnzapfen zusammenpassten. Dies hat kein Jäger und keine Jägerin nötig, so die Meinung der Kommission. In Erinnerung gerufen wurde auch, dass die Trophäen unverfälscht, ausgekocht, gebleicht oder als Präparat vorzulegen sind. Bei Rothirschen der Klassen I und II sind auch der Oberkiefer und beide Unterkiefer unverfälscht, ausgekocht und gebleicht vorzulegen. Es besteht auch die Möglichkeit einer Vorbewertung durchführen, wenn vom Jäger oder der Jägerin angedacht ist, ein Ganzpräparat erstellen zu lassen.
Der Tagungsordnungspunkt acht beinhaltete die Neuwahl des Bezirksjägermeister, des Bezirksjagdrates, der Delegierten und der Kassaprüfer. Der Wahlvorschlag gem. §18 Abs. (2) der Satzungen sieht folgende Personen vor:
Bezirksjägermeister DI Franz Lanschützer (Mauterndorf), Bezirksjägermeister-Stv. Hubert Gollackner (Mauterndorf), Vertreter der Berufsjäger Oberheger Wolfgang Pertl, Vertreter der Eigenjagden Erbprinz Johannes Schwarzenberg, Josef Bliem (Oberweißburg), Paul Rest (Mauterndorf), Franz Bliem (Zederhaus) und den Vertreter der Gesellschaftsjagden und Jagdpächter Leonhard Wieland (Tamsweg).
Die Wahl wurde einstimmig für den Wahlvorschlag entschieden. Es gab keine Gegenstimmen und keine Stimmenthaltungen. Die Gewählten haben die Wahl angenommen.
Als erster Gratulant wandte sich Landesjägermeister Max Mayr Melnhof an DI Franz Lanschützer und erzählte, dass er von seinen Freunden im Lungau nur positives Feedback zu seiner Person erhalten habe. Er freut sich sehr, dass DI Lanschützer auf Stefan Palffy als Bezirksjägermeister folgt und sicherte dem neu gewählten Bezirksjägermeister seine Unterstützung zu.
Landesjägermeister Max Mayr Melnhof erörterte die künftigen Themen der Jagd. Unter anderem wird die Biodiversitätsstrategie sowie die Aarhus Konvention, welche für die Jagd in naher Zukunft neue Einschränkungen und Herausforderungen bringen werden.
Wer unseren Landesjägermeister kennt, weiß dass er Zahlenspiele liebt und so rechnete er vor, was das Einzäunen von 1.800 Almen, die eine Fläche von 175.000 ha im Bundesland Salzburg einnehmen, dem Steuerzahler kosten würde. Er ergänzte in seiner Ansprache nochmals die Wichtigkeit der neuen Bildungsinitiative „Wildtiere auf Achse“ die für Schulen und Kindergärten initiiert wurde. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Salzburger Jägerschaft ab 12.03.2022 in den Sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und YouTube vertreten sein wird.
Die Salzburger Jägerschaft zeichnete für die langjährige Zugehörigkeit ihre Mitglieder im Lungau aus. Eine Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft der Salzburger Jägerschaft erhielten: Kurt Miribung, Johann Santner, Johann Löcker und Klaus Abt.
Für die 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Oberjäger Florian Ferner geehrt.
Für besondere Verdienste um das Jagdwesen im Bundesland Salzburg werden jährlich der Ehrenbruch in Bronze, Silber und Gold an die Mitglieder verliehen.
In diesem Jahr erhielten den Bronzenen Ehrenbruch für ihre Verdienste Kurt Miribung, Josef Zitz und Karl Eppensteiner.
Den Silbernen Ehrenbruch erhielten Hegemeister Hans-Josef Kren, Hegemeister Josef Pfeifenberger, Hegemeister Michael Trausnitz, Hegemeister Johann Pöllitzer und Hegemeister Franz Bliem.
Der Goldene Ehrenbruch für besondere Verdienste wurde verliehen an Bezirksjagdrat Lorenz Gappmayr, Herbert Hofer, Franz Macheiner und Hegemeister Andreas Mauser.