

Seit Montag, dem 22. Juni, darf sich das Bundesland Salzburg über fünf neue Berufsjäger freuen. Die Ausbildung zum Berufsjäger umfasst eine dreijährige Lehrzeit in einem anerkannten Lehrbetrieb. Neben dem theoretischen Unterricht an den Forstfachschulen sowie den Fachkursen in Rotholz erfolgt die praktische Ausbildung in den Lehrrevieren unter der Anleitung erfahrener Lehrberechtigter. Voraussetzung für die Zulassung zur Berufsjägerprüfung ist zudem der Abschluss einer zweijährigen Forstfachschule oder einer gleichwertigen forstlichen Ausbildung. Nach dem Besuch eines mindestens dreimonatigen Berufsjägerkurses und weiterer Vorbereitung in den einschlägigen Rechtsmaterien sind alle Voraussetzungen erfüllt. Die Berufsjägerprüfung bildet schließlich den Abschluss dieser anspruchsvollen Ausbildung. Fünf Kandidaten konnten sich heuer im Jagdzentrum Stegenwald der Prüfungskommission, bestehend aus Kommissionsvorsitzenden Ing. Mag. Christoph Bachmaier, BJM OFM DI Franz Lanschützer, OJ Thomas Lengauer und OJ Johann Schmuck, stellen.
Ein besonderes Prüfungsergebnis erzielte Stefan Salzmann, der die Berufsjägerprüfung mit gutem Erfolg bestand. Seine Lehrzeit absolvierte er bei der Jagdbetriebsgemeinschaft Brucker Reitherjagd unter der Leitung von OJ Josef Lanner.
Auch Johannes Essl bestand die Abschlussprüfung erfolgreich. Seine Lehre verbrachte er unter der Führung von WM Rupert Essl bei der Jagdbetriebsgemeinschaft Blühnbach.
Martin Langreiter vom Forstbetrieb Pongau trat ebenfalls zur Berufsjägerprüfung an und schloss diese erfolgreich ab. Während seiner Lehrjahre wurde er vom OJ Daniel Zierfuss begleitet.
Ebenso konnte Thomas Marchhart die Prüfung positiv absolvieren. Er verbrachte seine Lehre bei der Eigenjagd Traunwandalpe und Gföllalpe unter der Leitung von Lehrherr FÖ Ing. Christian Quehenberger.
Auch Daniel Stöbich schloss die Berufsjägerprüfung erfolgreich ab. Seine Ausbildungszeit absolvierte er bei der Forst- und Gutsverwaltung Imlau unter der Leitung von WM Silvester Schober.
Mit der bestandenen Berufsjägerprüfung haben die fünf Kandidaten den letzten Schritt auf ihrem Ausbildungsweg gemeistert. Die Salzburger Jägerschaft gratuliert herzlichst zum bestandenen Abschluss und wünscht für den weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und ein kräftiges Weidmannsheil!
Ein besonderer Dank gilt den Ausbildungsbetrieben, insbesondere den Jagdinhabern, die nicht nur wertvolle Praxisplätze bereitstellen, sondern auch die Kosten für den Berufsjägerkurs und die Ausbildung mittragen.
Ab 1. Juli 2026 erfolgt die bisherige Berufsjägerlehre im Rahmen der Ausbildung und Prüfung für das Ausbildungsgebiet „Berufsjagdwirtschaft“ nach dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz 2024 (LFBAG 2024).
Zu diesem Zweck trat am 12. Juni 2026 die Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LFBAG-APO) zum LFBAG in Kraft. Darin werden die erforderlichen Anforderungen an die Ausbildung und Prüfung sowie nähere Regelungen zur Vorgangsweise bei der Berücksichtigung von Anrechnungen und zur Anwendung ergänzender Zulassungsbestimmungen festgelegt. Dazu werden in der Ausbildung und Lehre wie bisher die notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, unter Berücksichtigung einer zukunftsorientierten, nachhaltig ressourcenschonenden Bewirtschaftung vermittelt.