

Mit der Verankerung des Berufs „Berufsjagdwirtschaft“ als 16. Lehrberuf im Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz wurde ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Berufsjägerausbildung gesetzt. Derzeit wird an einer bundesweit einheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung gearbeitet, die klare Rahmenbedingungen für die Durchführung der Ausbildung und Prüfung in ganz Österreich schaffen soll.
Das Bundesland Salzburg nimmt in diesem Bereich bereits heute eine Vorreiterrolle ein. Hier wird angehenden Berufsjägern eine fundierte und praxisnahe Ausbildung ermöglicht – dank der engagierten Mitwirkung qualifizierter Lehrbeauftragter und der großzügigen Bereitstellung von Lehrstellen durch die von der Salzburger Jägerschaft anerkannten Lehrbetriebe. Die derzeit neun Lehrlinge, bei insgesamt 56 Berufsjägern im Bundesland Salzburg, unterstreichen das große Interesse an diesem Beruf, oder besser gesagt, an dieser Berufung.
Drei dieser Lehrlinge nahmen von Februar bis April 2025 am dreimonatigen Berufsjägerkurs in Rotholz teil und legten nach weiterer Vorbereitung in den einschlägigen Rechtsmaterien sowie einer insgesamt dreijährigen Lehrzeit am 13. Juni 2025 die Berufsjägerprüfung ab.
Unter dem Vorsitz von Ing. Mag. Christoph Bachmaier konnte Peter Moser, der seine Lehrzeit in der Jagdbetriebsgemeinschaft Blühnbach unter der Leitung von Wildmeister Rupert Essl absolvierte, die Prüfung mit Auszeichnung erfolgreich abschließen.
Philip Sporer legte die Berufsjägerprüfung ebenso erfolgreich ab. Seine Ausbildung begann er in den Jagdbetriebsgemeinschaften Alpsjagden und Saalersbach-Kreuzerlehen-Exenbach und konnte sie in der Jagdbetriebsgemeinschaft Fischhorn erfolgreich beenden. Besonderer Dank gilt hier den betreuenden Lehrbeauftragten Ing. Bernhard Fraungruber und Ing. Josef Zandl.
Auch Daniel Weißbacher, der seine Lehrzeit beim Forstbetrieb der Österreichischen Bundesforste AG Pinzgau unter der Führung von OJ Georg Pibal absolvierte, bestand die Prüfung mit Bravour.
Allen drei Absolventen wird herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung gratuliert und für ihren weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und kräftiges Waidmannsheil gewünscht.
Ein besonderer Dank gilt den Ausbildungsbetrieben, insbesondere den Jagdinhabern, die nicht nur wertvolle Praxisplätze bereitstellen, sondern auch die Kosten für den Berufsjägerkurs und die Ausbildung mittragen. Im Zuge der künftigen bundesweiten Regelung wäre auch eine finanzielle Entlastung dieser Lehrbetriebe vorgesehen. Die Umsetzung der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung sollte nächstes Jahr erfolgen.