BJM Stefan Palffy wurde zum Jagdgeschehen im Lungau interviewt

Der Lungau war zu Beginn dieses Winters 2020/2021 stark von Skitourengehern frequentiert worden. An einem Wochenende wurden im Riedingtal mehr als 300 Autos gezählt. Bei herrlichem Frühlingswetter versuchen nun möglichst viele Menschen an Sonne und Natur zu kommen. Wie schätzen Sie die Situation für die kommenden Monate ein und wie geht der Lungau mit dem Ansturm auf die Natur zum Wandern und zum Sport betreiben um?
BJM Palffy antwortet dazu: Der diesjährige Winter ist und war eine Ausnahmesituation einerseits durch den Lockdown und andererseits durch die Schneesituation. Wenngleich wir den Schitourismus – im speziellen das Schitourengehen – in gewissen Gebieten im Lungau schon vor der Pandemie als problematisch gesehen haben, wurde deswegen schon vor Jahren erstmalig ein Schitourenführer in Zusammenarbeit mit Grundbesitzern, Tourismusverantwortlichen und Alpenverein erarbeitet und mit dem Gütesiegel von „Respektiere Deine Grenzen“ ausgezeichnet. Der Lungau – wie auch Salzburg gesamt – ist touristisch geprägt und wir sind uns über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit bewusst. Hier gehören aber zumindest zwei dazu. Die Grundlagen für eine gemeinsame Nutzung müssen erarbeitet werden und bei einer einseitigen Übernutzung muss es auch eine Möglichkeit einer Reglementierung geben. Die Rechte des Einzelnen hören dort auf wo Rechte anderer verletzt oder beeinträchtigt werden. Die Einhaltung der Regeln muss auch durchsetzbar sein, das heißt die Nichteinhaltung muss geahndet und kontrolliert werden.

In diesem Jahr findet aufgrund der strengen Maßnahmen kein Bezirksjägertag im üblichen Sinne statt. Vermissen Sie dabei etwas und wenn ja was?
BJM Palffy: Wegen der heurigen Maßnahmen wird das System nicht gleich zusammen-brechen bzw. konnte eine Corona konforme Abwicklung organisiert werden. Aber wenn diese Situation weiter anhält wird unsere gewohnte und bewährte jagdliche Tradition Schaden nehmen, welche sich auch langfristig auswirken wird. Ohne persönlichen Kontakt und gemeinsame öffentliche Wahrnehmung bzw. Veranstaltungen ist der bewährte Jagdbetrieb nicht möglich.

Die Hegeschau ist für einen Jäger oder eine Jägerin im Jahresrhythmus ein besonderes Ereignis. Hier zeigt sich die nachhaltige Bewirtschaftung in den Revieren. Welche Noten würden Sie in diesem Jahr für die Lungauer Jägerinnen und Jäger vergeben?
BJM Palffy: Wie auch schon in den vergangenen Jahren eine Eins. Die einen oder anderen Feinabstimmungen werden im persönlichen Gespräch gesucht.

Zum Abschluss darf ich Sie noch bitten einen jagdlichen Ausblick auf das Jahr 2021 zu geben. Welche Vorhaben und Projekte wird es im Lungaugeben?
BJM Palffy: Im Sommer wird die Festsetzung der nächsten dreijährigen Mindestabschussverordnung ein wichtiges Thema sein. Wie schon in den letzten Jahren, versuchen wir schon im Vorfeld mit Behörde, Forstdirektion und Kammer übereinstimmend zu verhandeln. Unser Konzept zur wildökologischen ausgeglichenen und schadens-minimierenden Rotwildbewirtschaftung wird fortgesetzt und evaluiert. Ziel ist es, mit begleitenden, revierübergreifenden Maßnahmen (unter anderem rotwildsichere Verwahrung von Silobollen) sowie in letzter Konsequenz auch forstliche Maßnahmen, das Überwintern von Rotwild in unserem Kulturraum sicherzustellen.

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