Wildreduktionsgatter: Stellungnahme der Salzburger Jägerschaft

Liebe Salzburger Jägerinnen und Jäger,

die Zwangsabschüsse in einem Kleinstgatter in Kaisers in Tirol am 9. Februar 2020 lassen zu Recht die Wogen hochgehen.

In wenigen Minuten wurden 33 Stück Rotwild, im Auftrag der Behörde, abgeschossen. Es ist meine Hoffnung, dass sich daran kein Jäger oder Jägerin beteiligt hat. Dies hat nichts mit der Jagd zu tun, welche wir so vehement vertreten.

Die Ehre und Achtung zum Wild und die nachhaltige Ernte von Lebensmittel sieht anders aus.

Das Bundesland Salzburg hat einige Wildgehege, Wintergatter und Fleischtierzuchtgatter. Diese werden allesamt ordentlich und nach den Vorgaben von behördlichen Bescheiden bewirtschaftet.

Der Abschuss in Tirol fand in einem wenige 1.000 m² kleinen Gehege statt, in welches das „wilde" Wild vorher gelockt wurde.

Ein Keulungsgatter als Seuchenprävention einzusetzen, kann legitim sein, zur Reduktion von Wildbeständen ist dieses strikt und vehement abzulehnen.

Wir, als Salzburger Jägerschaft, lehnen solche Methoden der Wildbestandsreduktion entschieden ab. Das ist nicht Jagd, das ist nicht das was wir vertreten, für was wir einstehen, das sind nicht wir.

Vor etwa einem Jahr wurde das Thema Reduktionsgatter im Vorstand der Salzburger Jägerschaft besprochen und einstimmig und somit eindeutig abgelehnt.

Uns, dem Vorstand der Salzburger Jägerschaft, ist es wichtig, Euch unsere Meinung zu diesem Thema klar zu kommunizieren.

Weidmannsheil,
Maximilian Mayr Melnhof
Landesjägermeister Salzburg

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