Pinzgau Bezirksjägertag, Hegeschau sowie Diskussionsabend

Nach der erfolgreichen Prämiere im Vorjahr fand auch diesjährig die Hegeschau, sowie der Bezirksjägertag der Pinzgauer Jägerschaft im Kongresszentrum in Saalfelden statt.

Interessante Vorträge und eine anregende Diskussion zum Thema „Wildruhegebiete“ wurden bereits am Vorabend zum Bezirksjägertag angeboten. Unser Wild kommt vor allem im Winter zunehmend in Bedrängnis. Noch nie haben sich so viele Menschen für ihre Freizeitgestaltung in der Natur aufgehalten. Für das Wild bedeutet die Begegnung mit Tourengeher, Variantenskiläufer, Schneeschuhwanderer oder Paragleiter leider jedoch vielfach Stress. Lukas Kühlechner vom Naturschutzverein Verwall-Klostertaler Bergwälder berichtet über die Initiative „Naturverträglicher Wintersport im Montafon“ womit tragbare Lösungen durch einen respektvollen Umgang mit dem Naturraum unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Wildtiere ausgearbeitet wurden. Projektkoordinator der Initiative „Respektiere deine Grenzen“, Herr RJ Christoph Burgstaller, zeigte zum Thema „Freizeitplatz Natur - gibt es eigentlich noch Grenzen“ die vielfältigen Nutzungskonflikte und deren Entwicklung auf und brachte dazu mögliche Lösungsansätze. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde auch von den Vertretern der Alpinen Vereine, Tourismusverbänden, sowie der Grundeigentümer und der Jagd die Notwendigkeit von Lenkungsmaßnahmen, sowie die Ausweisung bzw. Beachtung von Wildruhegebieten als notwendige Maßnahme hervorgehoben.

Sowohl BJM Walter Herbst als auch die Ehrengäste gingen am Bezirksjägertag in ihren Ansprachen nochmals auf dieses Thema ein und hoben dabei die Notwendigkeit des konstruktiven Dialogs zwischen den Nutzergruppen sowie den respektvollen Umgang mit dem Kultur- und Naturraum unter Berücksichtigung des Eigentums hervor.

Revierjäger Stefan Loitfellner wurde aufgrund der beruflichen Veränderung von Oberjäger Martin Brauneder als Berufsjägervertreter in den Bezirksjagdrat gewählt. Den Bericht der Beurteilungskommission sowie die Ergebnisse der letztjährigen Abschüsse, mit Trends und Prognosen innerhalb der einzelnen Wildräume des Pinzgaus, erläuterte  BJM-Stellvertreter  Ing. Josef Zandl in bewährter Weise. Dipl. Ing. Manfred Pongruber berichtet über die Jagdgesetznovelle und deren Auswirkungen auf die Praxis und ging insbesondere auf die Änderungen zu den § 90 Anordnungen ein. Die Schwerpunkte des letztjährigen Jagdjahres sowie diesjährige Vorhaben der Salzburger Jägerschaft wurden von LJM Max Mayr Melnhof pointiert vorgetragen. Der gesamte Inhalt der Rede ist auf der Homepage der Salzburger Jägerschaft abrufbar.      

Ehrungen anlässlich des Bezirksjägertages im Pinzgau

Für ihre Verdienste um das Jagdwesen sowie das Jagdliche Brauchtum wurden Herr Johann Nindl, Herr Franz Hofer (beide Bramberg), Herr Norbert Etzer, Herr Siegfried Herzog (beide Saalfelden) sowie Herr Gerhard Rauchenwald (Stuhlfelden)  mit dem Ehrenbruch in Bronze ausgezeichnet.  

Mit der Veleihung des Ehrenbruchs in Silber wurde Herrn  Alexander Pfannhauser (St. Martin bei Lofer), Hegemeister Hubert Reiter (Fusch), Hegemeister Martin Huber (Bruck a. d. Glstr.) sowie Revierjäger Julian Ladner herzlich für ihre umfassende Arbeit gedankt. 

Den Ehrenbruch in Gold erhielten Herr Rupert, Heider (Wiesent)  als langjähriger Jagdpächter im Fuschertal sowie OJ Martin Brauneder (Uttendorf)  für seine Tätigkeit als Bezirksjagdrat und in der Beurteilungskommission.

 

 

  • Die Geehrten mit BJM Walter Herbst und LJM Max Mayr Melnhof

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