Grußworte am Landesjägertag

  • Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer dankte der Salzburger Jägerschaft für ihre Leistungen

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer dankte für die großen Leistungen der Jagd und brachte in seinen Grußworten seine Referenz und Wertschätzung zum Ausdruck. Jagd stellt ein unverzichtbares Kulturgut dar, ist Ehrensache und Respekt vor der Natur und den Wildtieren. Die hoheitlichen Aufgaben werden von der Salzburger Jägerschaft bestmöglich wahrgenommen und sind für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts unverzichtbar und notwendig.

  • Präsident Abg. z. NR Ök.-Rat Franz Eßl hob die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit von Jagd und Grundeigentum hervor und verwies auf aktuelle Themen wie Wolf und der Forderung nach Öffnung der Forststraßen für Radfahrer

Die zweite Landtagspräsidentin Frau Gudrun Mosler-Törnström vertritt zum Thema Öffnung der Forststraßen für Radfahrer als ehemalige Präsidentin der Naturfreude Salzburg einen anderen Standpunkt, wenngleich sich dieser Verein auch für Natur- und Umweltschutz einsetzt. Beste Grüße überbrachte ebenfalls Landesrat Hans Mayr, der am Schluss des Landesjägertages die Überlegung preisgab, selbst die Jagdprüfung abzulegen.

Ehrung verdienter Mitglieder

  • Ehrung verdienter Mitglieder durch LJM-Stv. Ök.-Rat Josef Brandner und LJM Komm.-Rat Josef Eder

Die Geehrten von links:

Andreas Braunwieser

Der Erste Salzburger Jägerchor feierte letztjährig sein 40-jähriges Jubiläum. Andreas Braunwieser ist sowohl im Chor als auch bei den Jagdhornbläsern seit 1988 aktiv tätig und dies auch als äußerst engagierter Obmann. Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung, stellvertretend auch für alle Mitglieder des ersten Salzburger Jägerchors und Jagdhornbläser, durfte der langjährige Obmann Andreas Braunwieser mit dem Verdienstabzeichen der Salzburger Jägerschaft in Silber ausgezeichnet werden. 

Bezirkshauptmann Hofrat Mag. Reinhold Mayer

Hofrat Mag. Reinhold Mayer zeichnet eine große fachliche Kompetenz und vor allem das Gespür für eine praktische Umsetzung von gesetzlichen Bestimmungen aus. Er führt den Vorsitz in der Bezirkshauptleutekonferenz und trägt hier wesentlich zur Koordination von waffen- und jagdrechtlichen Fragestellungen bei. Trotz seines vollen Terminkalenders unterstützt er auch die Flachgauer Jägerschaft bei der Ausbildung der Jagdprüfungskandidaten. Mit der Verleihung des Verdienstabzeichens der Salzburger Jägerschaft in Silber durfte der Dank dafür zum Ausdruck gebracht werden.

BJM-Stv. Werner Grininger

Bezirksjägermeister Stellvertreter, Bezirksjagdrat, Kursleiter vom Jagdkurs Flachgau, Geschäftsführer und Hegemeister a. D.; allein die Aufzählung der zahlreichen Funktionen von Werner Grininger belegen sein großes Engagement für die Salzburger und Flachgauer Jägerschaft. Werner Grininger hat beim diesjährigen Bezirksjägertag seine 37-jährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Salzburger Jägerschaft an Förster Jürgen Schink übergeben. Neben seiner Funktion als Bezirksjägermeister-Stellvertreter leitet Werner Grininger mit großem Einsatz seit 2012 auch den Jungjägerkurs in der LFS Kleßheim. Für diesen jahrzehntelangen Einsatz um das Jagdwesen durfte mit der Verleihung des Verdienstabzeichen der Salzburger Jägerschaft in Gold herzlich gedankt werden. 

BJM Georg Meilinger

Der Baderlehenbauer aus Bramberg führt seit 2002 mit großem diplomatischen Geschick und persönlichem Engagement die Pinzgauer Jägerschaft, was im flächenmäßig größten politischen Bezirks des Landes zweifelsfrei keine leichte Aufgabe darstellt. Da braucht es oftmals eine „elegante“ Lösung, um die Interessen der Grundeigentümer mit jenen der Jagdinhaber unter einen Hut zu bringen. Seine ruhige und gesellige Art hilft ihm dabei. Gleichzeitig ist BJM Georg Meilinger auch Hegemeister der Wildregion 3.1.

Ein besonderes Anliegen ist ihm das Gams- und Steinwild. Im Rahmen des Projekts „Wilde Natur“ hat er durch die Installierung von Kühlzellen in faktisch jeder Wildregion eine wichtige Infrastruktureinrichtung zur regionalen Vermarktung des Wildbrets im Pinzgau geschaffen. Durch die Auszeichnung mit dem Verdienstabzeichen in Gold, darf der Dank dafür nochmals bekräftigt werden.

Festreferat am Landesjägertag

  • Gastreferent Dr. Maximilian Schaffgotsch

Dr. Maximilian Schaffgotsch zog in seinem Gastreferat mit dem Titel „Jagdliche Einschränkungen, woher kommen sie – was können wir tun?“ durch seine brillante Rhetorik, sowie sein hohes Fach- und Allgemeinwissen die Besucher des Landesjägertages in den Bann. Die von ihm angesprochenen Themenkomplexe spannten sich von Hegemaßnahmen, Naturschutz, Grundeigentumsrechte und Wildeinfluss bis hin zu Jagdverboten. Während bei menschlichen Eingriffen meist von „Nutzen“ gesprochen wird, werden Einflüsse des Wildes nach wie vor als „Schaden“ tituliert. Welche Stelle darf und nimmt der Mensch in der Räuber-Beute-Beziehung ein? Wie verhält es sich mit der Rückkehr von Großen Beutegreifer? Hier liegen die Vorstellungen von Tier- und Naturschützer oft weit von praktischen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen entfernt, so die nüchterne Feststellung von Dr. Schaffgotsch. Eine ehrliche und auch von der nichtjagenden Bevölkerung verstandene Jagd, wird auch Bestand für die Zukunft haben. Jagd darf sich nicht auf „Wildstandsregulierung, -reduzierung“ beschränken, den Jagd soll neben dem Beute machen auch weiterhin Freude und Erbauung für den Jäger und die Jägerin sein.

Mitschnitt zu Gastreferat Dr. Schaffgotsch

Tätigkeitsbericht des Landesjägermeisters

Neben seinen Aufgaben und Funktionen bei der Salzburger Jägerschaft führte Landesjägermeister Komm.-Rat Josef Eder im letzten Jahr auch den Vorsitz in der Landesjägermeisterkonferenz der Österreichischen Landesjagdverbände.

Für das Bundesland Salzburg war der Wechsel der Jagdpachtperiode prägend und konnte bis auf ein paar Fälle weitgehend reibungsfrei vollzogen werden. Dabei konnten der Großteil der Reviere mit den bisherigen Pächtern weitergeführt werden. Bis auf Teilbereiche sind die Gemeinschaftsjagden überwiegend wiederum an die örtlichen JägerInnen vergeben worden. Darüber hinaus besteht im Bundesland Salzburg eine gute Mischung von Berufsjägerrevieren, Privatjagden und Gemeinschaftsjagden, wenngleich durch die unterschiedlichen Interessen dieser Jagd auch in Zukunft für genügend Gesprächsstoff gesorgt ist.

Festlegung der Mindestabschussplanverordnung

Die letztjährigen Besprechungen zur Festlegung der Mindestabschussplanverordnung 2016 bis 2018 gestalteten sich schwierig. Es konnte für einige Wildregionen zunächst kein einvernehmliches Ergebnis erzielt werden. Die Vorschläge der Leiter der Wildregionen und Hegemeister wurden trotz guter Aufbereitung der Faktenlage nur bedingt entgegengenommen. Seitens der Behördenvertretung wurde mit den schlechten Ergebnissen der Österreichischen Waldinventur, welche sich auch im Rechnungshofbericht niederschlug, argumentiert und insbesondere die Abnahme des stabilen Schutzwalds, die Schutzwaldsanierungsprojekte sowie zahlreichen § 90 Verfahren als Indiz für zu hohe Wildbestände gewertet. Die Hegegemeinschaften brachten bei den Besprechungen einen Vorschlag von landesweit 5.488 Stück Rotwild ein, wodurch zunächst eine Differenz zum Amtsvorschlag von 398 Stück vorlag. Auf Basis der Vorschläge und Informationen der Hegegemeinschaften, den bisherigen Abschüssen, den Bestandesrückrechnungen, den Entwicklungen der Fütterungswildstände sowie der richtigen Interpretation der Behördenverfahren bzw. der Wildschadenssituation konnte schließlich ein Kompromiss erzielt werden. Dazu musste leider auch für zwei Wildregionen die Vorgabe noch nachträglich erhöht werden. Schließlich wurden für die nächsten drei Jahre wiederum die Mindestabschüsse pro Wildregion vereinbart, die landesweit um 104 Stück unter der letzten Verordnung liegen.

Jahresbilanz Mariazeller Erklärung

Mit der Mariazeller Erklärung haben sich Vertreter von Jagd und Forst zu ausgewogenen wild- und waldökologischen Verhältnissen und zu einer Trendumkehr der Wildeinflüsse auf den österreichischen Wald bekannt. Zur Verbesserung der Information, Kommunikation und Motivation wurde mit der Evaluierung der Ausbildungsinhalte für Jungjäger und Forstleute begonnen und erste Vorschläge für die Optimierung der Aus- und Weiterbildung unterbreitet. Das von der Arbeitsgruppe 2 des Forst & Jagd Dialogs letztjährig veranstaltete Seminar widmete sich dem Thema „Verbergungskünstler Schalenwild“, den Ursachen der Problematik und der Suche nach Lösungswegen. Die zahlreich und von vielen Interessengruppen besuchte Veranstaltung in Ort/Gmunden (Jänner 2016) brachte wertvolle Impulse für eine verbesserte Kooperation zur Vermeidung von Wildschäden im Wald und für eine effizientere Regulierung hoher Schalenwildbestände. Der Schwerpunkt des Seminars lag auf Rotwild. Die Arbeitsgruppe befasste sich zuletzt vor allem mit einer Verbesserung der Monitoring-Grundlagen für eine möglichst objektive Erfassung von Wildschäden, nun standen Maßnahmen des Wildmanagements und ihre praktische Umsetzung im Vordergrund des Dialogs.

Ergebnisse Wildeinflussmonitoring (WEM) und Österreichische Waldinventur (ÖWI)

Beim sogenannten WEM (Wildeinflussmonitoring) wurde zuletzt die Periode 4 (2013-2015) erhoben und die Daten wurden zur Auswertungen an das BFW (Bundesforschungszentrum für Wald) abgeliefert. Es liegen noch keine Auswertung und daher noch keine Ergebnisse vor. Die letzten Auswertungen zeigen einen Anteil von Flächen mit starkem Wildeinfluss von über 50 %, was jedoch keinesfalls als Wildschaden gewertet werden darf. Starker Wildeinfluss bedeutet, dass manche Baumarten meist Edellaubhölzer und Tanne verbissen werden und es deshalb wildbedingt zu einer Verschiebung der Baumartenzusammensetzung kommt. Die Beurteilung von Schälschäden erfolgt durch die Österreichische Waldinventur. Durch die Umstellung der Österreichischen Waldinventur von einer periodischen Erhebung auf eine jährliche, werden erst 2020 wiederum Auswertungen zur Verfügung stehen. Die aktuellsten Ergebnisse stammen aus der Inventurperiode 2006/09, wo leider ein Anstieg von Neuschälungen in der Kernzone zu verzeichnen war.

Abschussplanung - Schalenwildabschüsse

Die Abschussplanungen für das Jahr 2016 konnte ohne Einspruch durchgeführt werden. Bei der doch sehr angespannten Situation eine bemerkenswerte Leistung der Funktionäre und ein großes Vertrauen und Entgegenkommen der Jagdinhaber. LJM Komm.-Rat Josef Eder dankte aufrichtig für die gute Arbeit durch die Ausschüsse der Hegegemeinschaften, den Hegemeistern, den Leiter der Wildregionen sowie den Bezirksjagdräten und Bezirksjägermeistern und schließlich den Jagdinhabern.

Rotwild

Wie bereits mehrfach mitgeteilt, konnten die vorgegebenen Rotwildwildabschüsse für das Jagdjahr 2015 landesweit laut Verordnung der Landesregierung zu 97 % erfüllt werden. Dies trotz für eine Abschusserfüllung ungünstigen Witterungsverlaufs und der zusehends schwierig werdenden Bejagungsmöglichkeit durch hohen Jagddruck und Mehrfachnutzung der Reviere. Leider nahm jüngst die Zahl an Ausnahmen zur Schusszeitverlängerung durch sogenannte Anordnungen nach § 90 Jagdgesetz 1993 zu. Wurde für einzelne Jagden eine Schusszeitverlängerung für Hirsche bis Mitte März erteilt, erfolgte zuletzt für einige Wildregionen im Pinzgau eine Vorverlegung der Schusszeit für Schmaltiere und Schmalspießer ab Anfang April. Es gilt der Appell, dass diese Anordnungen nicht missbräuchlich verwendet werden und durch falsch verstandenen Jagddruck zusätzlich Wildschäden provoziert werden.

Gamswild

Letztjährig wurden im Vergleich zu den Vorjahren landesweit um rund 10 % mehr Gams erlegt. Dieser Abschuss von 2.526 Stück Gamswild, entspricht dennoch nur 85 % laut Freigabe. Wie bereits bei den Bezirksjägertagen und im Rahmen der Abschussplanbesprechungen mitgeteilt wurde, erfolgt derzeit eine Überarbeitung der Abschussrichtlinienverordnung hinsichtlich des Zielalters für Gamsböcke der Klasse I auf 8 Jahre. Gleichzeitig zur Änderung der Klasseneinteilung bei Gamsböcken der Klasse I und II wurde eine Überarbeitung der Wildökologischen Raumplanung in Auftrag gegeben, die im Juni 2016 startet. Eine Änderung der Gamswildzonierung ist vor allem dort notwendig, wo die Freizone direkt an Rand- und Kernzone anschließt. Dies vor allem auch deshalb, weil das Abschussverhalten in der Freizone gegen die Intentionen der Wildökologischen Raumplanung läuft. Nach wie vor beträgt der Abschussanteil von Gamsböcken der Klasse II, 22 % des Gesamtabschusses in der Gamswildfreizone. Mit diesem Abschussverhalten wird lediglich die Sozialstruktur zusammengeschossen. Eine Verdrängung und Regulierung kann auch beim Gamswild bekanntlich nur über den Geißen und Kitzabschuss erfolgen.

Rehwild

Beim Rehwild konnten die Abschussvorgaben landesweit zu 103 % erfüllt werden. Der damit bisher höchste Rehwildabschuss von gesamt 14.634 Stück liegt um rund 1.000 Stück über dem fünfjährigen Mittel. Wenngleich die Bemühungen zur Verhinderung von Mähverlusten und Straßenfallwild vielerorts hoch sind, gibt es beim Rehwild nach wie vor hohe Fallwildverluste von letztjährig 2.924 Stück zu beklagen. Treten durch das Rehwild lokal zu hohe Verbiss- oder Fegeschäden auf, soll und muss rasch reagiert werden. Durch die Regelung über die Mindestabschüsse, ist dies auch jederzeit möglich. Deshalb sind der Kontakt und das Gespräch mit den Grundeigentümern vor Ort wichtig und dabei können mögliche Probleme gleich ausdiskutiert und gemeinsame Maßnahmen festgelegt werden.

Anstieg des Schwarzwildvorkommens

Beinahe in allen Bezirken „tauchte“ zuletzt vereinzelt das Schwarzwild auf und verursachte leider auch Schäden im Grünland sowie auf Almen. Insgesamt wurden im letzten Jahr landesweit 42 Schwarzkitteln erlegt, 31 Stück davon im Flachgau. Eine konsequente Bejagung ist deshalb umgehend notwendig.

Freilassung und Räudefälle beim Steinwild

Am Gasthofgebirge wurden auf Betreiben von Jagdpächter Christian Weiss zu den bereits im Jahr 2014 freigelassenes Steinwild, letztjährig 10 weitere Stück freigelassen, wovon zwei mit Halsbandsendern ausgestattet sind. Soweit bekannt, halten sich alle Stücke noch in diesem Bereich auf, wie auch die jüngsten Telemetriedaten bestätigen.

Unerfreuliches gibt es leider vom Steinwild in Rauris zu berichten. Dort mussten letztjährig leider Räudestücke erlegt werden. Wie stark und gesund diese Vorkommen über den Winter gekommen ist, wird sich erst weisen. Auch die Zusammenarbeit in der Steinwildhegegemeinschaft Hohe Tauern Ost ist leider etwas ins Stocken geraten.

Situation Niederwild

Beim Niederwild steht und fällt der Erfolg mit den drei Schlüsselfaktoren:

Lebensräume – Raubwildbejagung – Witterung

Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere auf angepachteten Flächen, die frühzeitig und mehrfach gemäht werden, schwinden zusehends durch Qualitätsverlust Lebensräume für das heimische Niederwild. Handlungsbedarf besteht auch bei der Pflege der angelegten Hecken, die mancherorts zu „Ökologischen Fallen“ verkommen und primär Rabenvögel und Beutegreifer als Ansitz dienen. Landwirte und Jäger müssen hier gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Niederwildstrecken insbesondere beim Feldhasen sind letztjährig aufgrund der Hitzeperioden sehr unterschiedlich ausgefallen und lagen landesweit mit 2.382 Stück im Mittel der letzten Jahre. Die Fuchsstrecke lag mit 3.079 Stück etwas unter dem langjährigem Durchschnitt.

Fuchsbandwurmuntersuchung

Es wurde ein zweijähriges Projekt zur Fuchsbandwurmuntersuchung gestartet. Pro Gemeinde sollte 2 bis 4 Füchse zur Einsendung gelangen. Aus einigen Bezirken wurde schon sehr fleißig eingesandt.

Fasane

Die Anzahl an erlegten Fasane lag im Jahr 2015 bei 235 Stück. Bei der letztjährigen Jagdgesetznovelle wurde neu geregelt, dass das Aussetzen von Fasanen nun der Behörde spätestens acht Wochen vor dem geplanten Zeitpunkt des Aussetzens schriftlich anzuzeigen ist. Die Behörde hat das Aussetzen zu untersagen, wenn es den Grundsätzen des § 3 Salzburger Jagdgesetz 1993 widerspricht. Fasane dürfen im Jahr des Aussetzens in dem betreffenden Jagdgebiet nur bejagt werden, wenn das Aussetzen vor dem 1. April erfolgte.

Auer- und Birkwild

Mit der Schonzeiten-Ausnahmeverordnung wurde bis 2018 die Bejagung von Auer- und Birkwild weiterhin ermöglicht und für das Bundesland Salzburg ein Höchstkontingent von 96 Auerhahnen und 435 Birkhahnen festgelegt. Die Umsetzung dieser Sonderregelung zur Bejagung von Großen und Kleinen Hahn setzt wie bisher eine jährlich flächendeckende Bestandeszählung in Form einer Frühjahrszählung voraus. Es wurde für die bisherige Organisation und den großen Einsatz den Hegemeistern, Jagdinhabern, Jagdschutzorganen und Zählorganen aufrichtig gedankt und gleichzeitig gebeten, dies auch weiterhin gewissenhaft fortzuführen.

Waldschnepfe

Aufgrund eines laufenden Vertragsverletzungsverfahrens ist in der neuen Schonzeitenausnahmeverordnung (2016 bis 2018) keine Ausnahme zur Frühjahrsbejagung der Waldschnepfe festgelegt.  Demnach konnte im Frühjahr 2016 keine Bejagung der Waldschnepfe erfolgen. Wie zuletzt bekannt wurde, könnte sich dieses laufende Vertragsverletzungsverfahren auch über mehrere Jahre erstrecken. Da weiterhin ein großes Interesse besteht diese Wildart zu bejagen, soll bis zum Ausgang dieses Verfahrens eine Herbstbejagung ermöglicht werden. Die „Herbstschusszeit“ von 11.9. bis 19.2. wird seitens der Europäischen Kommission empfohlen und von den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Vorarlberg und Wien derzeit auch so umgesetzt.

Das Amt der Salzburger Landesregierung wurde um eine ehestmögliche legistische Umsetzung der Herbstbejagung gebeten.

Große Beutegreifer Wolf

Letztjährig gab es zahlreiche Wolfsnachweise in der Osterhorngruppe, in Filzmoos sowie eben auch im Raum Kaprun. Zahlreiche Risse und abgängige Weidetiere wurden gemeldet. Bis dato wurden 109 landwirtschaftliche Nutztiere entschädigt. Seit geraumer Zeit hält sich im Grenzgebiet Pinzgau – Berchtesgadener Land auch ein Luchs auf. Zur bestmöglichen Dokumentation der Vorkommen und Schäden wird gebeten, Rissen, Foto- und sonstigen Nachweisen umgehend zu melden.

Jagdprüfungswesen - Jagdprüfungen

Mit einem neuen Kursort in Oberalm an der LFS Winklhof finden nun an allen landwirtschaftlichen Fachschulen Jagdkurse statt. Dem neuen Kursleiter Josef Haslauer sowie Johannes Schmeißer und Franz Landertinger, die den Kurs in Thalgau übernommen haben, wurde für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz um eine bestmögliche Ausbildung unserer künftigen JägerInnen aufrichtig gedankt. Auch an der LFS Tamsweg fand ein gesonderter Kurs für Schüler statt. Insgesamt nahmen damit zunächst 468 Personen an den Jagdkursen teil, 413 traten zur Jagdprüfung an, von denen schließlich 355 die Jagdprüfung positiv abschließen konnten. Dies stellt bereits ohne des nun begonnenen Dreiwochenkurs, an dem 46 Personen in Stegenwald und 14 in der LFS Bruck teilnehmen, einen neuerlichen Rekord dar.

 

Jagdschutzdienst und Berufsjägerausbildung

Zur Jagdschutzdienstprüfung traten Angang April 44 Personen an, von denen 38 die Prüfung positiv ablegen konnten. Letztjährig legte ein  Berufsjägerlehrling die Prüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Heuer treten fünf Kandidaten sowie erstmalig in Salzburg eine Kandidatin zur Berufsjägerprüfung an.

Waffen, Sicherheit

LJM Komm.-Rat Josef Eder appelliert weiterhin die Sicherheit im Jagdbetrieb an oberste Stelle zu setzen. Insbesondere bei Gesellschaftsjagden hat der Jagdleiter für einen geordneten Ablauf zu sorgen, entsprechende Hinweise und organisatorische Details vor Beginn der Jagd bekanntzugeben. Die Teilnehmer sind über den genauen Ablauf der Jagd und über die freigegebenen Wildarten zu informieren.

Schießwesen, Schießstand Stegenwald

Aufgrund zahlreicher Vorfälle durch Nichtjäger am Schießstand Stegenwald wurden die Chipkarten sämtlicher Hobby- und Sportschützen gesperrt und deren Guthaben rückerstattet. Die Benützung der Anlagen ist demnach nur noch für Jägerinnen und Jäger mit gültiger Jagdkarten sowie PolizistInnen möglich.

Die Chipkarte darf auch nicht weitergegeben werden. Wenn jemand seine Chipkarte widerrechtlich weiter gibt, wird diese auf Dauer gesperrt. Auch die Zahl an Personen die zum Schießen mitgenommen werden, ist künftig mit zwei Begleitpersonen begrenzt. Sollten mehrere Personen die Anlage mit einer Chipkarte benutzten wollen, geht dies nur bei Voranmeldung und mit Standaufsicht.

Wurfscheibenstände Stegenwald:

Die Planungen zur Errichtung von zwei Wurfscheibenständen, im Anschluss zu den Schießkanälen im Jagdzentrum Stegenwald sind soweit abgeschlossen und das Projekt wurde bei der Gemeinde sowie der Bezirkshauptmannschaft St. Johann i. Pg. eingereicht. Diese Stände stehen künftig zur Jungjägerausbildung sowie zum Schießtraining z. Bsp. als Jagdparcours zur Verfügung. An Baulichkeiten sind im Wesentlichen zwei Schützenunterstände sowie die Einhausungen der 12 Wurfmaschinen vorgesehen. Diesbezügliche Angebote liegen bereits vor. Insgesamt ist ein Budgetrahmen von € 150.000,- zur Realisierung der beiden geplanten Wurfscheibenstände vom Vorstand des Salzburger Jägerschaft beschlossen worden. Die Grundstücksmiete für rund 5.000 m² große Areal der Wurfscheibenanlage würde sich an den aktuellen Baurechtszins von derzeit € 0,46/m² pro Jahr orientieren.

Jagdzentrum Stegenwald Ausstieg aus dem Immobilien-Leasingvertrag

Per 31.8.2015 wurde einvernehmlich die Auflösung des Immobilien-Leasingvertrages durchgeführt. Dies war durch eine Klausel im Vertrag nach einer 10-jährigen Laufzeit nun möglich. Vom Kaufpreis wurde die angesparte Kaution samt Zinsen in Abzug gebracht, wonach sich ein Restbetrag in der Höhe von € 489.937,92 ergab. Darüber hinaus musste noch die Grunderwerbssteuer von 3,5 % sowie eine 1,1 %-ige Grundbuchs-Eintragungsgebühr vom Kaufpreis bezahlt werden, was insgesamt einen Betrag von € 60.533,07 verursachte. Sämtliche Beträge konnten durch Rücklagen der Salzburger Jägerschaft beglichen werden.  Zur Refinanzierung dieser Vorleistungen werden weiterhin jährlich € 11,- bis zum Ende der ursprünglichen Laufzeit des Immobilien-Leasingvertrages, (bis 2024) bei der Vorschreibung des Mitgliedsbeitrages berücksichtig bzw. zweckgebunden eingehoben.

Initiative „Respektiere deine Grenzen“

OJ Mag. Hubert Stock leistet bei der Umsetzung der Initiative „Respektiere deine Grenzen“ gute Arbeit. Seitens der Salzburger Jägerschaft wurde deshalb eine Beteiligung an diesem Projekt von € 20.000,-.beschlossen. Damit kann diese Initiative des Landes Salzburg unter der Obhut von Landesrat DI Dr. Josef Schwaiger weitergeführt werden. Nur durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und eine koordinierte Lenkung sowie Entflechtung der verschiedenen Interessen können die Rest-Lebensräume der heimischen Wildtiere einigermaßen gesichert werden.

Sponsoring

Der Sponsoring-Vertrag mit Raiffeisen sowie Raiffeisen Lagerhäuser von jährlich € 10.000,- konnte verlängert werden. Auch mit der Stiegl Brauerei konnte das Sponsoring mit jährlich € 6.000,- weitergeführt werden. Ein Dankeschön diesen beiden Sponsoren für die finanzielle Unterstützung. Aufrichtiger Dank gilt auch allen Waffenhändlern und Büchsenmachen sowie den Firmen Loden Steiner, Meindl und Jagdhund. Weidmannsdank auch den Jagdinhabern, die uns bei den Schießveranstaltungen immer wieder mit Abschüssen unterstützen.

Jagdhundewesen

Landesobmann Sepp Schnitzhofer führt den Salzburger Jagdgebrauchshundeklub sehr engagiert und umsichtig. Dem gesamten Vorstand sowie den zahlreichen Hundeführer/Innen ein aufrichtiger Dank. Die Ausbildung und Prüfung der Jagdhunde stellt eine zentrale Aufgabe dar und wird seitens der Jägerschaft bei erfolgreichen Leistungen auch entsprechend honoriert.

Beschluss Adaptierung der Satzung der Salzburger Jägerschaft

Vom Vorstandsmitglied, Herrn Notar Dr. Christian Schoiber wurden die Änderungen der Satzung der Salzburger Jägerschaft aufgrund der letzten Novelle zum Jagdgesetz im Detail vorgebracht und erläutert. 

Die am Landesjägertag wiederum beschlossene Satzung der Salzburger Jägerschaft ist auch auf der Homepage der Salzburger Jägerschaft abrufbaren.

 

 

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