Aktuell 11 nachgewiesene Fälle

Wie die Landeskorrespondenz heute, den 27.05.2020 in einer Aussendung mitteilt, breitet sich die Hasenpest weiter aus. Sie ist auf den Menschen übertragbar.

Bereits Anfang April sind vier Tiere an der Hasenpest verendet und die Krankheit wurde erstmals auch in den Gebirgsgauen nachgewiesen. Nun meldet die Landesveterinärdirektion elf weitere Fälle dieser Krankheit im Bundesland Salzburg.

„Es ist größte Vorsicht beim Umgang mit Feldhasen geboten, die Infektionskrankheit kann auch beim Menschen gravierende Folgen haben“, warnt Landesveterinärdirektor Josef Schöchl.

„An den vergangenen Tagen wurden elf neue Fälle von Hasenpest in Salzburg bestätigt. Zwei davon in der Stadt Salzburg, einer im Tennengau und acht im Pongau. Da die Erkrankung auch auf den Menschen übertragbar ist sollte der Kontakt mit Feldhasen möglichst vermieden werden. Schon im April diesen Jahres sind drei Fälle im Pongau und einer im Süden der Stadt Salzburg aufgetaucht. Damit beträgt die Gesamtzahl nun fünfzehn.

Auf den Menschen übertragbar

Warum es derzeit zu gehäuften Fällen kommt, ist noch unklar. Die Hasenpest ist auch auf den Menschen übertragbar. „Bei Menschen kann diese Infektionskrankheit sehr gravierende Auswirkungen haben. Deshalb ist größte Vorsicht beim Umgang mit Feldhasen geboten", betont Schöchl.

 

  • Stadt Salzburg: 3
  • Tennengau: 1
  • Pongau: 11

 

Atemschutzmaske und Handschuhe

Die Übertragung auf den Menschen erfolge durch kleine Hautwunden, bestätigt Landesveterinärdirektor Schöchl: „Wenn man das Tier berührt oder ein Jäger es ausnimmt, dann können die Bakterien über kleine Schnittwunden auf den menschlichen Körper übergehen."Man könne sich allerdings auch über die Atemwege anstecken. Eine Übertragung über die Augenschleimhaut kann erfolgen, wenn man sich nach Tierkontakt mit den Fingern beispielsweise die Augen reibt.Schöchl empfiehlt deshalb dringend gründliches Händewaschen sowie Handschuhe und Atemschutzmaske tragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist bisher nicht bekannt.

Der Rat von Landesveterinärdirektor Schöchl: Handschuhe und Atemschutzmaske tragen, Hände waschen!


Übertragung von Hase zu Hase

Übertragen werden die Bakterien durch Schmierinfektion vor allem unter Hasen selbst. „Infizierte Tiere verlieren das Fluchtverhalten und werden apathisch, sie verenden innerhalb von sieben bis zehn Tagen“, so Schöchl. Eine Impfung oder Bekämpfung gebe es nicht, die Seuche verebbe, wenn mehr Tiere verenden und es dadurch zur Ausdünnung der Population und nicht mehr zur Übertragung kommt.

Infoblatt zu Tularämie

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