Am Samstag, 19. Oktober 2019 soll, mit Ausnahme des Lungaus, eine landesweite Gamswildzählung durchgeführt werden. Eine flächendeckende Zählung ist aufgrund oft schwer zugänglicher oder bewaldeter Gebiete praktisch nicht durchführbar. Grundsätzlich gibt es jedoch in den meisten Revieren mit Gamswildvorkommen Gebiete, wo sich Gamswild zu dieser Jahreszeit stetig aufhält und dort aus der Ferne auch gut beobachtet werden kann. Diese Bereiche sollen auf Karten abgegrenzt und das auf diesen Flächen gezählte Gamswild bestmöglich erfasst werden. Diese Gamswildzählung erfasst somit nicht den gesamten Gamswildbestand eines Jagdreviers, sondern lediglich auf diesen ausgewiesenen Zählgebieten, respektive der beobachteten Zählflächen. Durch eine periodische Wiederholung dieser Zählungen in zeitlichen Abständen soll  die Entwicklungstendenz der Gamswildbestände auf diesen „Referenzflächen“ weiter verfolgt werden können. Die Jagdinhaber werden gebeten an dieser Gamswildzählung mitzuwirken und es darf bereits vorab dazu herzlich gedankt werden.

Ablauf der Gamswildzählung

Zählgebiet:

Mit dem Hegemeister werden dazu innerhalb eines Gamswildraumes (zusammenhängende Habitate, Gebirgsstöcke), wo notwendig auch wildregionsübergreifend, Zählgebiete räumlich abgegrenzt. Innerhalb eines Zählgebietes haben sich die Zählungen auf die Jagdreviere zu beziehen.

Zählfläche:

Das gesamte Zählgebiet wird unabhängig von Reviergrenzen in Zählflächen eingeteilt. Eine Zählfläche soll innerhalb einer vorgegebenen Zeit von einem Zählteam flächendeckend gezählt werden können.

Zählteam:

Jedes Zählteam besteht aus mind. zwei Personen, wovon eine Person revierextern, unabhängig und fachlich geeignet sein soll. In der Karte ist dazu der Beobachtungspunkt bzw. die Beobachtungslinie sowie tatsächliche Zählfläche (Umriss des einsichtigen Gebietes) festzuhalten. 

Zeitraum:

Zähltermin Samstag, 19. Oktober 2019 (bei Schlechtwetter eine Woche später)

Der Zählbeginn hat sich möglichst am Sonnenaufgang zu orientieren (etwa 30 min. nach Sonnenaufgang als Zählstart wird empfohlen). Unter Zählbeginn ist der Zeitpunkt zu verstehen, an dem sich bereits jedes Zählteam auf der Zählfläche befindet und mit der Aufnahme starten kann. Die Zähldauer wird vorher festgelegt und soll mindestens 3 Stunden betragen. Die genaue Zeitspanne wird zuvor für das gesamte Zählgebiet festgelegt.

Auf der Revierkarte bzw. am Zählblatt muss ein- und auswechselndes Wild mit der Uhrzeit der Ein- und Auswechslung dokumentiert werden. Nach der Zählung sind Wechselwild und Doppelzählungen mit benachbarten Zählflächen abzugleichen und zu berücksichtigen.

Zählblatt:

Die gezählten Stücke werden nach Geschlecht und Altersklasse (Kitze, Jahrlinge, mittelalt, alt) bestimmt, sowie in undefinierte Gams, wenn die Klassifizierung nicht möglich ist. Da im Hochgebirge oft über weite Entfernungen angesprochen werden muss, ist die Mindestanforderung „mehrjährige Tiere“, „Kitze“ und „Jahrlinge“. Lassen sich mehrjährige Tiere nicht eindeutig nach Geschlecht oder Altersklasse zuordnen, fallen sie in die Klasse der undefinierbaren Gämsen. Die Beobachtungen werden in den Zählblättern „Gamswildzählung 2019“ erfasst. Nach der Zählung werden die Zählblätter und die Karten (dokumentierte Zählfläche) vom Hegemeister entgegengenommen und überprüft.

Erfassung Gesamtbestand:

Parallel zur Gamswildzählung soll vom Jagdinhaber auch der im Herbst im gesamten Jagdgebiet beobachtete und auf qualifizierten Schätzungen beruhende Gamswildbestand bekannt gegeben werden. Wechselwild zu angrenzenden Jagdgebieten soll dazu berücksichtig bzw. abgestimmt werden, um Doppelangaben bestmöglich zu verhindern. Die Angabe sollte den Gesamtbestand und wenn möglich den Anteil an Böcke, Geißen, Jährlingen sowie Kitze enthalten.

Das Gamswild stellt eine äußerst wertvolle Wildart dar, für die wir als Salzburger Jägerschaft auch eine sehr hohe Verantwortung tragen. Wir dürfen deshalb nochmals aufrichtig um die wertvolle Mithilfe bei der Gamswildzählung 2019 ersuchen. Weidmannsdank!

Weitere Neuigkeiten

Alle Beiträge anzeigen