Meine lieben Jägerinnen und Jäger,

In den letzten Tagen habe ich sehr viele liebe und herzliche Weihnachtsbriefe, Karten, Mails und WhatsApp Nachrichten bekommen. Irgendwie stimmen mich diese aber auch nachdenklich. Denn in jedem Schreiben ist die derzeitige Situation rund um Corona ein Thema ... und das in Tagen, in welchen eigentlich das Positive, die Liebe, die Freunde, die Familie und Dankbarkeit im Vordergrund stehen sollten.

Ja, es ist mir sehr wohl bewusst, dass es im letzten Jahr zahlreiche Schicksale gegeben hat. Sei es durch schwere Krankheit, Arbeitsverlust oder auch durch das „nach Hause" gehen von uns nahestehenden Personen. Das Bewusstsein was ist wichtig und was nicht und der Verzicht auf zum Teil Überflüssiges, hat uns einen Spiegel vorgehalten.

 

In einem meiner Weihnachtsbriefe habe ich die Weihnachtsansprache von Bundeskanzler Leopold Figl aus dem Jahr 1945 wieder einmal gelesen.

"Ich kann Euch zu Weihnachten nichts geben. Ich kann Euch für den Christbaum, wenn ihr überhaupt einen habt, keine Kerzen geben. Kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Wir haben nichts. Ich kann Euch nur bitten, glaubt an dieses Österreich!"

 

Die Zeitzeugen von damals, die sich noch an diese nur knapp 20 Sekunden Rede erinnern, sterben uns langsam weg. Aber genau diese Worte zeigen mir eindrucksvoll, was die wirklichen Sorgen der damaligen Zeit waren. Unser Land lag am Boden und unsere Vorfahren haben es zu dem gemacht was wir heute „erleben" dürfen.

Die Bausteine der heutigen Arbeitsplätze wurden damals gebrannt. Und all das bringt in mir die Gewissheit, dass wir uns von einer Pandemie nicht unterkriegen lassen dürfen. Die Welt ist kurzfristig gestolpert, aber wir stehen auf und gehen bewusster weiter.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen, im Kreise Eurer Lieben, ein gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und Gottes Segen.

Ebenso ein herzlicher Dank im Namen der Mitarbeiter und des Vorstandes der Salzburger Jägerschaft für Euer Vertrauen, Euer Schaffen und das uns Anvertraute.

Euer

Max Mayr Melnhof

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