Mit Zuversicht ins Jahr 2021

Meine lieben Jägerinnen und Jäger,

ein eigenartiges Jahr neigt sich dem Ende und voll Zuversicht blicken wir in das was kommen mag.

Die besten Analysten der Welt hätten das Vergangene nicht vorhersagen können, aber wir hoffen, dass es anders wird. Besser. Und das viele Menschen wieder lernen bewusster zu leben. Auch für uns als Salzburger Jägerschaft war es mehr als herausfordernd. Der Kontakt zu euch war mir, aufgrund der massiven Einschränkungen, nicht möglich und hat mir sehr gefehlt. Wenn wir weniger Kontakt zu den Menschen haben, können wir auch unsere Inhalte und Informationen weniger kommunizierten. Ein Fakt welcher sich hoffentlich auch im neuen Jahr 2021 ändern wird.


Wir haben Anfang 2020 ein Projekt gestartet, vielmehr war es zu Beginn ein Traum. Unsere „Wildtiere auf Achse“ ein großer Anhänger mit Zugfahrzeug, eine fahrende Schule über die Natur, ihre Bewohner und erklärend die Zusammenhänge unserer Berge, Wiesen und Wälder. Also ein aktives lehren für die Jüngsten in unserer Gesellschaft. In wenigen Tagen haben wir im Jänner 2020 durch viele Spenden unseren Traum in Auftrag geben können.

Einige Monate später im Herbst haben wir unseren Anhänger übernommen. Man muss nur an die Träume glauben und hart dafür Arbeiten, dann kann man sie auch verwirklichen. Gerade in diesen Zeilen bedanken wir uns ganz herzlich bei unglaublich vielen sehr großzügigen Jägerinnen, Jäger, Firmen, Familien und auch Personen, die nichts mit der Jagd zu tun haben, für ihre tatkräftige und finanzielle Unterstützung.
Unser Stapellauf wäre das erste Oktoberwochenende mit den „Tage der Jagd“ im Salzburger Freilichtmuseum gewesen. Aber auch hier hat uns dieser kleine Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.Wir harren nun der Dinge und sind bereit sehr bald auszufahren, in Kindergärten, in Schulen, zu Kindergeburtstage oder wo auch immer wir gewünscht werden.

Was wäre so eine Schule ohne die Pädagoginnen und Pädagogen? Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass sich 25 Jägerinnen und Jäger, verteilt aus allen Bezirken, in einem 40 Stündigen Kurs, diese Ausbildung angeeignet haben. Bald, schon sehr bald, werdet Ihr eure „Wildtiere auf Achse“ in den Bezirken sehen, um das Wissen weiterzugeben, was wir in unserem Tun so lieben - unsere Jagd!


Salzburg war das Erste, und lange Zeit das einzige Bundesland, welches die Jagdkurse und die Prüfungen durchgeführt hat. Alles immer mit strenger Einhaltung aller Vorgaben. Der Mehraufwand war kein geringer, aber wir haben es mit Freude gemacht und können heuer wieder, etwa 400 Jungjägerinnen und Jungjäger in unseren Reihen aufnehmen. Sehr gut ausgebildete Menschen von jung bis älter, die sich mit viel Freude und Enthusiasmus das Wissen angeeignet haben.

 

Nun ist das Jahr zu Ende und das Rad beginnt sich von neuem zu drehen. Die Schonzeit beginnt und das Wild braucht weitgehend Ruhe, um den Winter gut zu überstehen. Das bedeutet auch eine Entlastung für unsere land- und forstwirtschaftlichen Kulturen. Der Drang der Menschen in die Natur ist größer denn je und ich habe auch ein Verständnis dafür. Wenn man zu Hause weitgehend und lange Zeit eingesperrt ist, braucht man einen Ausgleich, den man eben draußen finden kann und auch soll. Traurig macht mich viel mehr die Erkenntnis, dass viele Menschen mit der Natur nicht mehr umzugehen wissen.

Dies passiert nicht bewusst. Dies passiert aus Unwissenheit, dass ich mit einem falschen Verhalten viele Wildtiere in bedrohliche Situationen bringen kann, die auch zum Tode führen können. Ebenso ist die Gefahr der Schäden in unseren Schutz- und Bannwälder ungleich höher, wenn unser Wild, im speziellen das Rot- und Gamswild, seine Wintereinstände nicht in Ruhe besiedeln kann.

Ich rufe euch alle dazu auf, aufklärend auf die Naturbenutzer einzuwirken und in Ruhe euer Wissen und eure Erfahrung weiterzugeben. Das besonnene Reden hilft zumeist mehr, als der erhobene Zeigefinger der bedrohlich wirkt.

Als Salzburger Jägerschaft bedanken wir uns für euer Vertrauen des vergangenen Jahres und erbitten für das neue eure Unterstützung. Gemeinsam und zusammen können wir viel bewirken. Viel von dem Erhalten was es uns wert ist uns Jahr für Jahr „Jäger und Jägerin“ nennen zu dürfen.

Ein gutes 2021, Gesundheit und ein kräftiges Weidmannsheil für das was kommen mag.

Euer, Max Mayr Melnhof

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